Typ-2-Diabetes: Vergleichbare Auswirkungen mehrerer GLP-1-RA auf Herz und Nieren4. Dezember 2025 Foto: © wladimir1804/stock.adobe.com Neue Studienergebnisse aus den USA legen nahe, dass die Glucagon-like Peptide-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) Liraglutid, Semaglutid und Dulaglutid gleichermaßen sichere Behandlungsoptionen für Patienten mit Typ-2-Diabetes darstellen können. Die Wirksamkeit und Sicherheit der einzelnen GLP-1-RA im direkten Vergleich sei noch nicht ausreichend erforscht, erklären die Wissenschaftler der University of Colorado (USA). Ziel der neuen Studie war es daher, die drei verschiedenen GLP-1-RA – Liraglutid, Semaglutid und Dulaglutid – miteinander zu vergleichen und zu bewerten, ob die Medikamente unterschiedliche Risiken für Nieren, Herz-Kreislauf-System oder Mortalität aufweisen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „JAMA Network Open“ veröffentlicht. Liraglutid, Semaglutid oder Dulaglutid Die Teilnehmenden waren 21.790 Personen mit Typ-2-Diabetes und ohne terminale Niereninsuffizienz, die mit Metformin behandelt wurden und zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2021 eine Therapie mit Liraglutid, Semaglutid oder Dulaglutid begannen. Die Datenanalyse für die neue Studie erfolgte von September 2024 bis Juni 2025. Ausgewertet wurden Daten zu Nierenversagen (anhaltende geschätzte glomeruläre Filtrationsrate <15 ml/min/1,73 m² oder Beginn einer Nierenersatztherapie) und kombinierten kardiovaskulären und renalen metabolischen (CKM) Ereignissen (Nierenversagen oder schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse [MACE]; Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz oder Schlaganfall/transitorische ischämische Attacke). Desweiteren analysierte das Team Daten zu MACE, Gesamtmortalität sowie unerwünschten gastrointestinalen Ereignissen (Gastroparese, Darmverschluss, Gallensteine, akute Cholezystitis, akute Pankreatitis). Im Gesamtergebnis wiesen Patienten, die mit Liraglutid, Semaglutid oder Dulaglutid behandelt wurden, ähnliche Risiken für Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. „Sie scheinen sehr vergleichbar zu sein, was darauf hindeutet, dass alle drei Optionen relativ sicher sind, unabhängig davon, für welches Medikament sich ein Patient entscheidet. Das ist wirklich beruhigend“, kommentiert Erstautorin Catherine Derington die Resultate. Bedarf an weiterer Forschung Derington merkt jedoch an, dass weitere Forschung erforderlich ist, um diese Ergebnisse zu bestätigen. Außerdem seien weitere randomisierte klinische Studien notwendig, in denen die verschiedenen Wirkstoffe direkt miteinander verglichen werden. „So wertvoll diese Studie auch ist, lässt sich ein Kausalzusammenhang ohne klinische Studie nicht eindeutig belegen“, betont Derington. (ri/BIERMANN)
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