Übergewicht und Typ-2-Diabetes: Vegane Ernährung positiv für Gewicht und Blutzuckerspiegel5. Dezember 2022 © rh2010 – stock.adobe.com (Symbolbild) Parallel zum verstärkten Fokus auf den Klimawandel und den CO2-Fußabdruck hat das Interesse an pflanzlicher Ernährung und ihrer potenziellen gesundheitlichen Auswirkung im letzten Jahrzehnt zugenommen. Die Hinweise mehren sich, dass Veganer gesundheitlich von dieser Lebensweise profitieren können. Ziel einer systematischen Metaanalyse war es, die Wirkung einer ≥12 Wochen lang eingehaltenen veganen Ernährung auf kardiometabolische Risikofaktoren bei Menschen mit Übergewicht oder Typ-2-Diabetes (T2D) zu untersuchen. Die Forscher identifizierten in diesem Zusammenhang 11 Studien mit insgesamt 796 Teilnehmern. Im Vergleich zu Kontrolldiäten reduzierte die vegane Ernährung das Körpergewicht um 4,1 kg; (95%-KI 5,9 bis 2,4; p<0,001), den Body-Mass-Index (BMI) um 1,38 kg/m2 (95%-KI 1,96 bis 0,80; p<0,001), das glykierte Hämoglobin (HbA1c) um 0,1%-Punkte (95%-KI 0,29 bis 0,07; p=0,002), Gesamtcholesterin um 0,30 mmol/l (95%-KI 0,52 bis 0,08; p=0,007) und auch das Low-Density-LipoproteinCholesterin um 0,24 mmol/l (95%-KI 0,40 bis 0,07; p=0,005). Auswirkungen auf den Blutdruck, das High-Density-Lipoprotein-Cholesterin und die Triglyceride konnten dagegen nicht festgestellt werden. Fazit Eine vegane Ernährung über ≥12 Wochen hinweg kann bei Übergewicht oder T2D zu einer deutlichen Abnahme des Körpergewichtes und einer Verbesserung des Blutzuckerspiegels führen. Ein Teil dieses Effektes könnte dabei auf Unterschieden in der Makronährstoffzusammensetzung und der Energiezufuhr bei der veganen Ernährung beruhen. Daher seien weitere Arbeiten zur kardiometabolischen Gesundheit bei rein pflanzlicher Ernährung erforderlich, resümieren die Studienautoren. (bi) Autoren: Termannsen AD et al. Korrespondenz: Anne-Ditte Termannsen; [email protected] Studie: Effects of vegan diets on cardiometabolic health: A systematic review and meta-analysis Quelle: Obes Rev 2022;23(9): e13462. Web: https://doi.org/10.1111/obr.13462
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