UK-Studie: Vorliebe für Süßigkeiten erhöht das Risiko für Depressionen, Diabetes und Schlaganfälle11. Oktober 2024 Foto: © beats/stock.adobe.com Menschen mit einer Vorliebe für Süßigkeiten haben ein höheres Risiko, an Diabetes oder Depressionen zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden, so eine neue Studie der Universität Surrey, Vereinigtes Königreich. Für die in der Fachzeitschrift „Journal of Translational Medicine“ veröffentlichte Studie wurden anonymisierte Informationen über die Ernährungsvorlieben von 180.000 Freiwilligen aus der britischen Biobank verwendet und mithilfe Künstlicher Intelligenz in drei allgemeine Profile eingeteilt: „Gesundheitsbewusste“: bevorzugen Obst und Gemüse gegenüber tierischen und süßen Lebensmitteln „Allesfresser“: mögen die meisten Lebensmittel, einschließlich Fleisch, Fisch und einige Gemüsesorten, sowie Süßigkeiten und Desserts „Naschkatzen“: bevorzugen süße Lebensmittel und zuckerhaltige Getränke und sind weniger an gesünderen Optionen wie Obst und Gemüse interessiert Das Team aus Surrey untersuchte die Daten der UK Biobank zu 2923 erfassten Proteinen und 168 Metaboliten, um zu sehen, wie sich die Werte in den einzelnen Gruppen veränderten. Durch den Vergleich von Proteinen und Metaboliten konnten sich die Forscher ein klareres Bild von den biologischen Unterschieden zwischen den Gruppen machen. Prof. Nophar Geifman, Hauptautor der Studie, kommentiert: „Die Lebensmittel, die Sie mögen oder nicht mögen, scheinen in direktem Zusammenhang mit Ihrer Gesundheit zu stehen. Wenn Ihre Lieblingsspeisen Kuchen, Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke sind, dann deuten die Ergebnisse unserer Studie darauf hin, dass dies negative Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben kann. Wir haben festgestellt, dass die Gruppe der Naschkatzen zu 31 Prozent häufiger an Depressionen leidet. Wir fanden auch heraus, dass die Gruppe der Naschkatzen im Vergleich zu den beiden anderen Gruppen eine höhere Rate an Diabetes sowie an vaskulären Herzerkrankungen aufwies.“ Höhere Werte an C-reaktivem Protein Durch den Einsatz datengesteuerter Methoden der Künstlichen Intelligenz seien die Forscher in der Lage gewesen, Gruppen von Menschen zu identifizieren, die durch ihre Essensvorlieben definiert sind. Diese Gruppen seien insofern aussagekräftig, als sie mit gesundheitlichen Ergebnissen und biologischen Markern verknüpft sind, schreiben die Autoren. „Die Gruppe der Naschkatzen wies höhere Werte an C-reaktivem Protein auf, das ein Marker für Entzündungen ist. Ihre Blutergebnisse zeigen auch höhere Glukosespiegel und schlechte Lipidprofile, was ein deutliches Warnzeichen für Diabetes und Herzerkrankungen ist“, berichtet Geifman. Umgekehrt hatte die gesundheitsbewusste Gruppe, die auch mehr Ballaststoffe zu sich nahm, ein geringeres Risiko für Herzinsuffizienz, chronische Nierenerkrankungen und Schlaganfall, während die Gruppe der „Allesfresser“ ein moderates Gesundheitsrisiko aufwies, heißt es abschließend.
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