Ukrainische Ärzte hospitieren im Bergmannsheil2. Februar 2023 Oberarzt PD Dr. Christoph Wallner (rechts) erläutert Ärztin Tetiana B. (links) und Arzt Dmytro Z. aus der Ukraine die Versorgung von Brandverletzten auf der Intensivstation. Foto: BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Im Rahmen eines zweiwöchigen Aufenthaltes haben sich sechs Ärztinnen und Ärzte aus der Ukraine im BG Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum über Abläufe und Behandlungstechniken im Schwerbrandverletztenzentrum, im OP-Zentrum und in der Rehabilitation informiert. Der Austausch fand statt Initiative des Bundesgesundheitsministeriums auf, wie das Bergmannsheil in einer Mitteilung erklärt. Die Zielsetzung: Expertinnen und Experten beider Länder zusammenzubringen, damit sie Erfahrungen und Know-how austauschen und voneinander lernen können. Wundversorgung, Beatmungstechniken und Narkoseverfahren „Wir haben in den letzten Wochen dreimal jeweils zwei ukrainische Kolleginnen und Kollegen empfangen dürfen“, sagt Prof. Marcus Lehnhardt, Direktor der Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum. „Wir haben uns bemüht, ihnen einen möglichst umfassenden Einblick in unsere Routinen und Methoden zu geben, damit sie vielleicht das eine oder andere in ihren Heimatkliniken anwenden können.“ Je nach Fachgebiet und Interessen konnten sich die Gäste über spezielle Techniken in der Versorgung von Brandverletzungen, Methoden zur invasiven Beatmung von Intensivpatientinnen und -patienten oder spezielle ultraschallgestützte Narkoseverfahren informieren. Daneben interessierten sich die Gäste aber auch für das Hygienemanagement und für organisatorische Abläufe. Beispiel: das sogenannte Team-Time-Out im Operationssaal. Dabei verständigen sich die Mitglieder des OP-Teams vor dem ersten Hautschnitt anhand einer Checkliste noch einmal über die korrekte Patientenidentifikation und den anstehenden Eingriff. Fachlicher Austausch auf Augenhöhe „Insgesamt haben wir unsere ukrainischen Gäste als sehr interessierte, fachkundige und erfahrene Expertinnen und Experten erlebt, es war ein Austausch auf Augenhöhe“, resümiert Lehnhardt. „Und wir wollen den Kontakt auch fortführen, wenngleich das zunächst vermutlich nur über Videoschaltungen möglich ist. Denn natürlich werden die Kolleginnen und Kollegen angesichts der schrecklichen Lage in ihrer Heimat mehr als gebraucht.“
Mehr erfahren zu: "Notfälle auf Normalstation häufig: Experten fordern standardisierte Frühwarnung" Notfälle auf Normalstation häufig: Experten fordern standardisierte Frühwarnung Aktuelle Daten zeigen: Mehr als jeder zweite Einsatz eines innerklinischen Notfallteams findet auf einer Normalstation statt. Standardisierte Frühwarnsystem verbunden mit vereinfachten Alarmierungswegen könnten nach Ansicht von Experten vermeidbare Herz-Kreislauf-Stillstände verhindern […]
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "„Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher" „Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher Der Tag, an dem die Einnahmen aus dem allgemeinen Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherung rechnerisch nicht mehr ausreichen, um die Ausgaben für das gesamte Jahr zu finanzieren, ist in diesem Jahr […]