Ukrainische Krebspatienten: Hilfsfonds der Deutschen Krebshilfe trägt Kosten für begleitende Angehörige14. März 2022 Bild: © MQ-Illustrations – stock.adobe.com Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat kürzlich verlauten lassen, dass verletzte und kranke Menschen, darunter auch Krebspatienten, aus der Ukraine in Deutschland behandelt werden sollen. Damit diese Krebspatienten auf den wichtigen Beistand ihrer Angehörigen während der Therapie fern ihrer Heimat nicht verzichten müssen, hat die Deutsche Krebshilfe einen Hilfsfonds mit 2,5 Mio. Euro eingerichtet. Laut Lauterbach ist die Krankenversorgung ukrainischer Krebspatienten, die nach Deutschland kommen, abgesichert. Die ärztlichen Versorgungskosten werden über das Asylbewerberleistungsgesetz gedeckt. Dies gilt aber nicht für weitere Ausgaben oder Kosten für Angehörige, die sie begleiten. „Angehörige sind in dieser für die Krebspatienten ohnehin extrem belastenden Situation eine wichtige psychologische und soziale Unterstützung und tragen damit letztlich auch zum Behandlungserfolg bei“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Der jetzt eingerichtete Hilfsfonds decke daher schnell und unbürokratisch bereits entstandene oder entstehende Reise-, Aufenthaltskosten sowie sonstige Kosten von Familienmitgliedern der Patienten. Sowohl Angehörige von krebskranken Kindern als auch von erwachsenen Betroffenen könnten den Fonds in Anspruch nehmen.Über ihren Hilfsfonds Ukraine übernimmt die Deutsche Krebshilfe Kosten von bis zu 5000 Euro pro Patient bzw. deren Angehörige. Den Antrag dafür können die von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren, die Comprehensive Cancer Centers, sowie die von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Krebszentren und alle Kinderkrebszentren stellen. „Mit dem Fonds unterstützt die Deutsche Krebshilfe auch das Anliegen der Bundesregierung, Krebspatienten aus der Ukraine unbürokratisch und schnell in Deutschland zu behandeln und aufzunehmen“, betont Nettekoven.Das Formular für den Antrag auf Unterstützung aus dem Hilfsfonds Ukraine gibt es auf der Homepage der Deutschen Krebshilfe unter www.krebshilfe.de .
Mehr erfahren zu: "HNSCC: DFG fördert interdisziplinäres Projekt" HNSCC: DFG fördert interdisziplinäres Projekt Neue Behandlungsstrategien für Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome (HNSCC) wollen Prof. Anja Kathrin Weg und Prof. Richard Bauer entwickeln. Dafür haben sie eine halbe Million Euro Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben. Das Kooperationsprojekt […]
Mehr erfahren zu: "Aktualisierte S3-Leitlinie Endometriumkarzinom: Verbesserte risikoadaptierte Therapie für Betroffene" Aktualisierte S3-Leitlinie Endometriumkarzinom: Verbesserte risikoadaptierte Therapie für Betroffene Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die S3-Leitlinie Endometriumkarzinom überarbeitet. Die Leitlinie gibt unter anderem evidenzbasierte Empfehlungen für eine risikoadaptierte Therapie sowie Hinweise zur Diagnostik und Therapie seltener histologischer Subtypen und erblicher […]
Mehr erfahren zu: "NRW-Minister will Gewalt gegen Gesundheitspersonal eindämmen" NRW-Minister will Gewalt gegen Gesundheitspersonal eindämmen Notärzte, Pfleger und Beschäftigte in Praxen und Kliniken sind zunehmend Attacken ausgesetzt. Der CDU-Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, fordert ein genaueres Bild der Lage.