Umfrage „Impfkommunikation COVID-19“: Hausärzte vertrauen dem RKI4. März 2021 © goodluz – stock.adobe.com (Symbolbild) Hausärzte fühlen sich überwiegend gut darauf vorbereitet, ihre Patienten über die COVID-19-Impfung aufzuklären. Am häufigsten nutzen sie dafür die Angebote des Robert-Koch-Instituts. Das hat jetzt eine Umfrage des Deutschen Netzwerks Gesundheitskompetenz unter mehr als 1.100 Ärztinnen und Ärzten ergeben. Die erste Anlaufstelle für Fragen rund um die Gesundheit ist für viele Menschen die hausärztliche Praxis. Die drängendsten Fragen drehen sich seit Monaten um COVID-19, und derzeit besonders um die COVID-Impfung. Aber wer beantwortet eigentlich die Fragen der Hausärztinnen und Hausärzte? Dem nachzugehen, war Ziel einer Online-Umfrage des Deutschen Netzwerks Gesundheitskompetenz. An der Umfrage beteiligten sich 1135 Ärztinnen und Ärzte, überwiegend aus dem Fach Allgemeinmedizin und mit eigener Praxis. Vorgestellt wurden erste Ergebnisse der Umfrage beim DNGK-Webseminar „COVID-19-Impfung: Wie kommunizieren?“ am 15. Februar. Aus den Umfrage-Ergebnissen lassen sich folgende Kernaussagen ableiten: Gut vorbereitet: Zwei Drittel der Ärztinnen und Ärzte fühlen sich für das Patienten-Gespräch gut vorbereitet, nur wenige sehr schlecht. Robert Koch Institut (RKI) spielt zentrale Rolle: Das RKI ist mit Abstand die wichtigste Quelle für Ärztinnen und Ärzte – und zwar sowohl für sie selbst, als auch für ihre Patienten-Gespräche. An zweiter Stelle stehen die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die KV’en: 54% informieren sich dort. Die meisten finden die genutzten Informationen hilfreich. Dabei werden eher andere Einrichtungen in der Verantwortung gesehen, für Aufklärung zu sorgen: etwa das Bundesgesundheitsministerium oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Papier toppt Online: Die Informationen für ihre Patientinnen und Patienten sollten vor allem in Papierform sein. Niemanden außen vor zu lassen, ist Ärztinnen und Ärzte dabei offenbar ein wichtiges Anliegen: Auch Angebote in einfacher Sprache sowie in Fremdsprachen werden häufiger gewünscht als Online-Informationen. „Die große Beteiligung an der Umfrage und an unserem Webseminar hat uns gezeigt, wie drängend das Thema Impf-Kommunikation in der Ärzteschaft ist“, sagt Corinna Schaefer, Vorsitzende des DNGK. Eva-Maria Bitzer, zweite Vorsitzende, ergänzt: „Ein Ergebnis der Umfrage hat uns besonders erstaunt, nämlich wie durchgehend präsent das RKI als seriöse Quelle ist. Das zeigt: Die verstärkten Aktivitäten des RKI zur Wissenschaftskommunikation haben sich gelohnt.“ Die Ergebnisse der DNGK-Umfrage „Impfkommunikation COVID-19“ Im Einzelnen: 66% der Ärzte fühlen sich gut darauf vorbereitet, ihre Patienten über die COVID-19-Impfung aufzuklären, nur 7% sehr schlecht. Die wichtigsten Quellen für Ärzte sind RKI (76%), KBV und KVen (54%) und Fachzeitschriften (46%). Die wichtigsten Quellen im Patientengespräch sind RKI (61%), BZgA (25%) und Hersteller (17%). Die Quellen, die Patienten am ehesten empfohlen werden, sind RKI (66%), BZgA (37%) und BMG (17%). Die hilfreichsten Formate für die Patienten sind Flyer zum Mitnehmen (81%), Angebote in leichter Sprache (61%), fremdsprachige Angebote (44%) und Internetseiten 41%. Die Akteure, denen die größte Verantwortung für die Aufklärung zukommt, sind BMG (65%), BZgA (62%), KVen (61%) und RKI (51%). Quelle: Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin
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