Umfrage zu Ernährung und Bewegung in Zeiten von Corona11. Juni 2020 Einkaufen im Supermarkt in Zeiten der Corona-Pandemie. Foto © Anna Shvets, Prexels Die aktuelle Covid-19-Pandemie hat Einfluss auf viele Bereiche unseres Alltagslebens, so auch auf die alltägliche Ernährung und Bewegung. Das seit dem 23. März 2020 bestehende Kontaktverbot schränkt die BürgerInnen erheblich ein – Fragen nach der täglichen Ernährung, der Planung und Zubereitung von Mahlzeiten aber auch der täglichen Bewegung bekommen plötzlich eine ganz andere Bedeutung. In den Lebensmittelmärkten wurden zu Beginn der Pandemie sogenannte Hamsterkäufe getätigt, um sich mit ausreichend lagerfähigen Lebensmitteln zu versorgen. Im weiteren Verlauf wurden Restaurants und Kantinen sowie Mensen geschlossen. Die Auswahl von Lebensmitteln, Essensangeboten in Restaurants, Kantinen oder auch Bäckereien sowie die Entscheidung für das Kochen bestimmter Mahlzeiten geht auf bestimmte Motive und Einstellungen zurück, die häufig unbewusst, aber auch bewusst getroffen werden können. Ein aktuelles Forschungsvorhaben der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) hat zum Ziel, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten während der Covid-19-bedingten Einschränkungen systematisch zu erfassen, darzustellen und zu analysieren. Eine zugehörige retrospektive Erfassung vom Ernährungs- und Bewegungsverhalten soll es ermöglichen, Änderungen des Verhaltens sichtbar zu machen. Neben den Daten zum Verhalten sollen auch Gründe für verschiedene Verhaltensentscheidungen sowie die Erfahrungen abgefragt werden. Diese Erkenntnisse können helfen, Empfehlungen für andere Krisensituationen zu erstellen, um die Durchführung einer gesunden Ernährungsweise zu unterstützen. Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Lebensweise und trägt damit erheblich zu einer gesunden Gesellschaft bei. Je nach Dauer der Einschränkungen besteht das Risiko, dass sich Verhaltensweisen verändern und sich im ungünstigsten Fall negative gesundheitliche Konsequenzen wie beispielsweise die Zunahme von Übergewicht ergeben. Dies hätte relevante Konsequenzen für die öffentliche Gesundheit. Das Forschungsvorhaben wird umgesetzt von Prof. Dr. Sibylle Adam (Ernährungswissenschaftlerin), Prof. Dr. Anja Carlsohn (Ernährungswissenschaftlerin) und Prof. Dr. Nina Riedel (Ernährungsmedizinerin) am Department Ökotrophologie der Fakultät Life Sciences.
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