Unbekannter Primärtumor – Roboterassistierte Mukosektomie25. April 2018 Foto: © edwardolive – Fotolia.com Eine akuteuelle Fallstudie untersuchte den diagnostischen Einsatz der Mukosektomie der Zungenbasis bei “Krebs mit unbekanntem Primärtumor”. Die Diagnose „Krebs bei unbekanntem Primärtumor“ wird gestellt, wenn der behandelnde Arzt trotz aller verfügbaren diagnostischen Tests den Ursprung der Erkrankung nicht identifizieren kann. Trotz weit verbreiteter Empfehlungen gibt es keinen Konsens hinsichtlich der diagnostischen Interventionen, ebenso wenig in welcher Reihenfolge die Tests anzuwenden sind. Kleinere Tumore, die auf der Zungenbasis lokalisiert sind, können konventionellen Diagnoseverfahren entgehen. Angesichts der Schwierigkeiten, die Zungenbasis zu untersuchen, beläuft sich die gegenwärtige Praxis häufig auf eher zufällig gesetzte Biopsien, was zu einer sehr unbeständigen Erkennungsrate führt. Die roboterassistierte Entfernung der Zungenbasis (hier: Mukosektomie der Zungenbasis) kann die Diagnosestellung vereinfachen. Im Rahmen einer retrospektiven Fallstudie konnte der Primärtumor in der Zungenbasis bei 53 Prozent der Patienten (n=17) identifiziert werden. Bei 15 dieser Patienten (88 %) lag der Tumor auf der ipsilateralen Zungenbasis, während er in 2 Fällen in der kontralateralen Zungenbasis lag. Die roboterassistierte transorale Mukosektomie erhöht die Möglichkeit zur Identifikation des Tumors in über 50 Prozent der Fälle, die ansonsten als „Krebs bei unbekanntem Primärtumor“ diagnostiziert würden. (am)
Mehr erfahren zu: "Kopf-Hals-Tumorzentrum Dresden setzt auf personalisierte und interdisziplinäre Krebsmedizin" Kopf-Hals-Tumorzentrum Dresden setzt auf personalisierte und interdisziplinäre Krebsmedizin Komplexe Fälle in der Kopf-Hals-Onkologie und veränderte Patientenprofile erfordern individuellere Therapie. Das Kopf-Hals-Tumorzentrum der Uniklinik Dresden setzt auf interdisziplinären Austausch mit Zuweisenden und Fachkollegen.
Mehr erfahren zu: "iGAS-Infektionen: Antibiotika bei Halsschmerzen ohne Effekt auf Inzidenz" iGAS-Infektionen: Antibiotika bei Halsschmerzen ohne Effekt auf Inzidenz Bei unkomplizierten Halsschmerzen haben Antibiotika nur einen sehr begrenzten Effekt auf die Ausbreitung von Streptokokken oder die Inzidenz invasiver Streptokokken-Infektionen (iGAS). Zu diesem Ergebnis kommt eine schwedische Studie.
Mehr erfahren zu: "Mikroplastik verändert Reaktion des Körpers auf Allergene" Mikroplastik verändert Reaktion des Körpers auf Allergene Eine Studie am Mausmodell zeigt den Einfluss von Mikroplastik-Partikeln auf Immunantwort und Entzündungen der Atemwege: Die Partikel bleiben in der Lunge der Mäuse und kann die Allergie-Immunreaktion verändern.