Ungeklärte Dyspnoe nach überstandener COVID-19-Erkrankung18. November 2021 © Photographee.eu – stock.adobe.com (Symbolbild) Anhand einer konsekutiven prospektiven Kohorte von 73 wegen COVID-19 hospitalsierten Personen hat eine kanadische Arbeitsgruppe Veränderungen bei den Ergebnissen von Lungenfunktionstests sowie bei von den Betroffenen beurteilten Outcome-Maßen (PROMs) zwischen 3 und 6 Monaten nach Symptombeginn bewertet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Erstautorin Aditi S. Shah von der Abteilung für Pneumologie des Vancouver General Hospital untersuchten dabei Assoziationen zwischen den Endpunkten (Änderung der Diffusionskapazität der Lunge für Kohlenmonoxid [DLCO], Dyspnoe und Lebensqualität [QoL]) und klinischen und radiologischen Merkmale. Die Forschenden stellten eine Verbesserung der FVC (um 3,25%), der gesamten Lungenkapazität (um 3,82%) und der DLCO (um 5,69%) fest. Bei den PROMs gab es jedoch keinen Unterschied. Die Retikulations- und Gesamt-CT-Scores waren mit einer geringeren DLCO in % vom Soll nach 6 Monaten assoziiert (Koeffizienten: –8,7 bzw. –5,3). Die Assoziation zwischen radiologischen Scores und DLCO veränderte sich mit der Zeit, wobei der Assoziationsgrad zwischen Milchglastrübungen und DLCO im Laufe der Zeit deutlich abnahm. Es wurde kein Zusammenhang zwischen anderen Prädiktoren und Veränderungen der Dyspnoe oder der QoL im Laufe der Zeit beobachtet. Fazit Es gibt eine Verbesserung der Lungenfunktionsmessungen zwischen 3 und 6 Monaten nach Beginn der COVID-19-Symptome; die PROMs verbesserten sich jedoch nicht. (ac) Autoren: Shah AS et al. Korrespondenz: Christopher Carlsten; [email protected] Studie: Changes in pulmonary function and patient-reported outcomes during COVID-19 recovery: a longitudinal, prospective cohort study Quelle: ERJ Open Res 2021;7(3):00243-2021. Web: https://doi.org/10.1183/23120541.00243-2021
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