Uni Köln bei Antrag für Forschungsnetzwerk CANTAR erfolgreich31. März 2022 Bild: © Mopic – stock.adobe.com Die Universität zu Köln hat ein neues Forschungsnetzwerk eingeworben: CANTAR (CANcer TARgeting) aus dem Bereich der Onkologie hat sich zum Ziel gesetzt, neue chemische Substanzen zu entwickeln, um spezifische Antriebswege von Krebserkrankungen zu identifizieren und zu erforschen, wie Krebs dem Immunsystem entkommen kann. Sprecheruniversität ist die Universität zu Köln, mit Humboldt-Professor Dr. Henning Walczak vom Zentrum für Biochemie als designiertem Sprecher. CANTAR wird für den Förderzeitraum von August 2022 bis Juli 2026 mit insgesamt 19,4 Mio. Euro gefördert. Der Anteil der Universität zu Köln beläuft sich auf 8,4 Mio. Euro. Das Netzwerk bündelt in NRW vorhandenes, hochkomplementäres Wissen und baut auf bereits etablierte Kooperationen unter den Partnern auf. Es verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, in dem auf europaweit einmalige Weise Forschende aus der Chemie, der Biologie und der Medizin zusammenarbeiten. Der Fokus liegt auf der Entdeckung und Entwicklung von Substanzen, die spezifisch auf Krebszellen wirken und Normalgewebe schonen. Zudem werden Substanzen entwickelt, die in Krebs-spezifische Stoffwechselvorgänge eingreifen oder die Tumorzellen für das eigene Immunsystem besser sichtbar machen. CANTAR schließt dabei die Lücke zwischen Grundlagenforschung und translationaler klinischer Krebsforschung. Die Forschenden gehen davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren wichtige therapeutische Durchbrüche in der Behandlung von Krebserkrankungen erzielt werden können. „Wir wollen dazu beitragen innovative, zielgerichtete Krebstherapien zu entwickeln“, sagt Walczak. „CANTAR ist hervorragend positioniert, um durch die Identifizierung zusätzlicher Zielmoleküle in der Krebsforschung Neuland zu kartieren. Die Förderung wird uns dabei einen wichtigen Schritt voranbringen.“ Als mitantragstellende Einrichtungen sind die Universität Duisburg-Essen, die TU Dortmund, die Universitäten Bonn und Düsseldorf, die RWTH Aachen, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn und das Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie in Dortmund beteiligt.
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