Uniklinik Heidelberg: Frey ist neuer Ärztlicher Direktor für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie30. Oktober 2020 Prof. Norbert Frey, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Heidelberg (Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg) Seit Oktober 2020 ist Prof. Norbert Frey neuer Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Zuvor war er zwölf Jahre lang Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel, nun hat er die Nachfolge seines ehemaligen Mentors Prof. Hugo A. Katus angetreten. „Die Heidelberger Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie ist mit den bestehenden Schwerpunkten, wie der speziellen Versorgung von Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche und Rhythmusstörungen, dem Institut für Kardiomyopathien, einem weiten Spektrum an Herzkathetereingriffen sowie der kardialen Bildgebung hervorragend aufgestellt“, sagt Prof. Ingo Autenrieth, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg. „Wir freuen uns sehr, mit Professor Frey diese Bereiche weiter auszubauen und zu ergänzen.“ Eine bedeutende Aufgabe in den kommenden Jahren ist die weitere Planung sowie die Umsetzung des neuen Heidelberger Herzzentrums mit angeschlossenem Institut „Informatics for life”, das als komplett digitalisierte Klinik angelegt sein wird. „Mit Professor Frey und der Umsetzung des Konzepts des Herzzentrums soll eine innovative und integrative Herzmedizin von internationalem Rang etabliert werden“, betont Autenrieth. „Wir freuen uns sehr, dass Professor Frey bereits in der Planungsphase des neuen Herzzentrums mitwirken kann“, sagt die Kaufmännische Direktorin Katrin Erk. „Gemeinsam mit der Herzchirurgie und weiteren Partnern wird er dieses Leuchtturmprojekt konzeptionell weiterentwickeln.“ „Die Heidelberger Herzforschung hat internationale Bedeutung“, so Prof. Hans-Georg Kräusslich, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg. „Professor Frey wird mit seinem Team die Übertragung von Forschungserkenntnissen in die Behandlung von Patienten weiter stärken.“ Kombination von Klinik und Forschung stärken Der erfahrene Kardiologe ist ausgewiesener Experte Kardiomyopathien und verschiedene Formen der Herzschwäche. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die molekularen Ursachen dieser Erkrankungen. Ergänzungen am klinischen Spektrum der Heidelberger Klinik möchte er punktuell vornehmen. Ein Ziel ist es, in den kommenden Jahren die Katheter-gestützte Herzklappentherapie in enger Kooperation mit den Herzchirurgen weiter auszubauen. Wichtig ist ihm die Verbindung von Klinik und Forschung: „Ich halte es für sehr wichtig und wertvoll, dass klinisch tätige Ärzte forschen, um Erkrankungen besser zu verstehen und Patienten besser versorgen zu können. Als Klinikleiter will ich diese Kombinationsmöglichkeit erhalten und ausbauen.“ Von hoher Bedeutung sei dabei die möglichst zeitnahe Umsetzung von Forschungsergebnissen in klinisch nutzbare Diagnose- und Therapieverfahren, beispielsweise die Verwendung neuer Biomarker zur individuellen Anpassung der Behandlung, hin zu einer personalisierten Präzisionsmedizin. Darüber hinaus sollen Forschungsverbünde und Kooperationen aufgebaut und gestärkt werden. Studierende möchte er durch Angebote zu Projektarbeiten und Promotionen früh für Herzmedizin und -forschung begeistern. Von Kiel nach Heidelberg Der gebürtige Braunschweiger Frey wechselt mit seinem Amtsantritt bereits zum dritten Mal nach Heidelberg: Nach dem Studium der Humanmedizin in Kiel, an der Johns Hopkins University in Baltimore und der Georgetown University, Washington DC, USA, kam er 1994 das erste Mal als Assistenzarzt an die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg, schloss sich dann aber 1996 Katus an, als dieser die Stelle des Ärztlichen Direktors in Lübeck antrat. Nach einem dreijährigen Forschungsaufenthalt am UT Southwestern Medical Center in Dallas, USA, kehrte er 2002 zur Vorbereitung seiner Habilitation nach Heidelberg zurück. Von 2007 bis 2008 war er stellvertretender ärztlicher Direktor der seit 2002 von Katus geleiteten Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie. 2008 übernahm er die Leitung der Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin in Kiel. Für seine wissenschaftliche Arbeit wurde Frey bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Oskar-Lapp-Forschungspreis, dem Franz-Maximilian-Groedel-Forschungspreis, dem Arthur-Weber-Forschungspreis und dem Fritz-Acker-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Er ist Vorsitzender der Akademie für Aus-, Weiter- und Fortbildung der DGK und war bis zu seinem Wechsel nach Heidelberg Sprecher des Nordverbundes (Hamburg/Kiel/Lübeck) innerhalb des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) sowie Mitglied des Research Coordinating Committee (RCC), dem für die wissenschaftliche Strategie verantwortlichen Gremium im DZHK.
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