Universität Bielefeld untersucht Fußballfieber zur Weltmeisterschaft 202616. Juni 2026 Interessierte können sich auch jetzt noch für die Teilnahme an der „Fußballfieber-Studie“ registrieren. (Symbolfoto: ©william87/stock.adobe.com) Die Fußballweltmeisterschaft lässt Fanherzen weltweit höher schlagen. Wie genau Fans verschiedener Nationalteams körperlich auf Spielereignisse reagieren, untersuchen Forschende der Universität Bielefeld. Die körperlichen Reaktionen der Zuschauer während eines aufregenden Fußballspieles untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bielefeld bereits während des DFB-Pokalfinales 2025. Die in „Scientific Reports“ veröffentlichten Forschungsergebnisse der „Fußballfieber-Studie“ zeigten erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen Spielgeschehen und Vitalfunktionen wie Puls und Stresslevel bei den Fans. Dieser Effekt war bei Stadionbesuchern ausgeprägter als bei Fans, die das Geschehen vor dem Fernseher verfolgten (wir berichteten). Teilnehmende Fans weltweit gesucht Zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wollen die Forschenden die gewonnene Evidenz nun ausbauen – mit Daten aus aller Welt. Dafür suchen sie weltweit Fans aller Nationalteams: Die Fußballfieber-Studie erfasst per Smartwatch, wie Spielereignisse Puls und Stresslevel von Fans beeinflussen. Teilnehmen kann, wer ein Gerät von einer der 13 unterstützten Marken trägt (Garmin-Geräte, Apple Watch, Google Pixel Watch, Samsung Health, Withings, Fitbit, Oura, Polar, Amazfit, Coros, Whoop, Xiaomi Mi Fitness und Wahoo). Fans aller Nationalteams seien willkommen – besonders aus Ost- und Südeuropa sowie der Türkei würden noch Teilnehmende fehlen, heißt es von der Universität Bielefeld. „Wir wollen so viele Fans wie möglich erreichen, und das unabhängig davon, welche Smartwatch sie tragen. Mehr Teilnehmende bedeuten belastbarere Daten und dadurch steigt die Aussagekraft der Studie“, sagt Prof. Christian Deutscher, Co-Projektleiter an der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft der Universität Bielefeld. Interessierte können auch noch während des laufenden Turniers einsteigen. „Wer nur wenige Spiele schauen will, kann trotzdem mitmachen. Auch einzelne Partien liefern uns wertvolle Daten“, sagt Prof. Christiane Fuchs, Co-Projektleiterin und Leiterin der Data-Science-Gruppe an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Erste Ergebnisse sollen zeitnah veröffentlicht werden Die Studie erfasst Herzfrequenz, Stresslevel, Bewegung und Schlaf automatisch per Smartwatch. Die Daten werden anonymisiert und datenschutzkonform erhoben. Interessierte können sich unter uni-bielefeld.de/wmfieber registrieren. Das Forschungsteam plant, schon während des Turniers erste Ergebnisse auf der Website zu veröffentlichen – insbesondere nach Deutschland-Spielen.
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