Universität Witten/Herdecke: Neue Forschungsansätze zur Funktion der Niere9. Juli 2024 Vladimir Todorov (Foto: UW/H) Prof. Vladimir Todorov wurde auf den Lehrstuhl für Physiologie und Pathophysiologie der Uni Witten/Herdecke berufen. Er forscht unter anderem zur Funktion der Niere. Wie kann die Funktion der Niere erhalten bleiben – bei gesunden und kranken, bei jungen und alten Menschen? Das ist die zentrale Frage, mit der sich Todorov in seiner Forschung beschäftigt. Er wurde nun auf den Lehrstuhl für Physiologie und Pathophysiologie der Universität Witten/Herdecke (UW/H) berufen. Todorov widmet sich vor allem den Botenstoffen, die die Niere ausschüttet. Todorov erforscht neue therapeutische Ansätze und Arzneimittel, die die Nierenfunktion wiederherstellen und erhalten können: „In den vergangenen zehn Jahren hat sich in der Nierenforschung einiges getan. Wir können schon jetzt einigen chronisch kranken Patienten durch neue Therapien ein längeres Leben schenken“, sagt er. Durch gezielte Maßnahmen sei es sogar möglich, Nierenerkrankungen komplett zu heilen oder ihren Verlauf deutlich zu verlangsamen. Todorov konnte bis dato kompetitive Drittmittel in Höhe von über 2,2 Millionen Euro für seine Forschung einwerben. Aktuell laufen Studien, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die die Rolle der reninproduzierenden Zellen bei der Aufrechterhaltung der Nierenfunktion in den Blick nehmen. Lehre über gesamte Physiologie und Pathophysiologie des Menschen In seiner Lehre an der UW/H vermittelt Todorov Wissen über die gesamte Physiologie und Pathophysiologie des Menschen für Studierende der Medizin und Zahnmedizin: Sie lernen, alle Mechanismen im Körper – etwa Atmung, Verdauung oder Kreislauf – auf molekularer und zellulärer Ebene kennen und beschäftigen sich mit deren integrativen Auswirkungen auf den Gesamtorganismus. Dabei geht es sowohl um die Funktionen von gesunden als auch von erkrankten Körpern. Durch dieses Wissen können neue Ansätze für die Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten entwickelt und die Patientenversorgung verbessert werden.
Mehr erfahren zu: "Individueller genetischer Hintergrund steuert Evolution von Krebs" Individueller genetischer Hintergrund steuert Evolution von Krebs Warum entwickelt sich Krebs bei verschiedenen Menschen unterschiedlich – selbst, wenn sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt sind? Eine internationale Forschungsgruppe hat jetzt an Mäusen gezeigt, dass die genetische Ausgangsausstattung eines Organismus […]
Mehr erfahren zu: "Nierenerkrankung und APOL1-Gen: Neuartiger Risikoscore könnte Vorhersage des CKD-Risikos verbessern" Weiterlesen nach Anmeldung Nierenerkrankung und APOL1-Gen: Neuartiger Risikoscore könnte Vorhersage des CKD-Risikos verbessern Ein internationales Forscherteam hat den neuartigen Risiko-Score APRS entwickelt. Dieser könnte bei Personen mit Nierenkrankheit und Hochrisiko-Genotypen des APOL1-Gens den Verlauf der Krankheit präziser vorhersagen.
Mehr erfahren zu: "DGfN fordert bundesweites Nierenregister" DGfN fordert bundesweites Nierenregister Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) hat ein Impulspapier für ein bundesweites Registersystem zur Nierengesundheit veröffentlicht (1).