Universitätsklinikum Freiburg erhält Forschungsförderung zur geschlechtersensiblen Kardiologie23. Juni 2025 Symbolfoto: ©Iryna/stock.adobe.com Um den geschlechtsspezifischen Unterschieden in der medizinischen Forschung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen gezielter nachzugehen, erhält das Universitätsklinikum Freiburg rund 140.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Förderung erfolgt im Rahmen der Initiative „Reduzierung des Gender Data Gap in der klinischen Forschung“. Ziel ist es, klinische Studien im Bereich der Kardiologie künftig so zu gestalten, dass geschlechtsspezifische Aspekte systematisch berücksichtigt und alle Patientinnen und Patienten bedarfsgerecht versorgt werden können. „Wir wissen, dass sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen und Männern unterschiedlich auswirken. Jetzt wollen wir systematisch erfassen, wie oft bestimmte Beschwerden bei Frauen auftreten und wie gut Behandlungen wirken. Mit diesem Wissen können wir klinische Studien besser planen und Therapien präziser auf die Bedürfnisse aller Geschlechter abstimmen“, sagt Studienkoordinatorin Dr. Mariya Maslarska, Fachärztin in der Klinik für Kardiologie und Angiologie des Universitätsherzzentrum Freiburg Bad Krozingen am Universitätsklinikum Freiburg. Datenlage verbessern, Studien gezielter planen Das Projekt GEN-CARD wurde von Prof. Christoph B. Olivier, Oberarzt in der Klinik für Kardiologie und Angiologie, initiiert. Das Forschungsteam analysiert insbesondere, wie stark sich aus der Literatur oder auf Grund von Vorstudien geschätzte Werte – etwa zur Häufigkeit von Herzinfarkten oder zur Wirkung bestimmter Behandlungen – von den tatsächlich gemessenen Werten bei Frauen und Männern unterscheiden. Im Fokus steht zudem, wie oft Frauen zwischen 2010 und 2024 an solchen Studien beteiligt waren – und ob ihre Beteiligung dem tatsächlichen Erkrankungsrisiko entspricht. Patientinnen werden zudem aktiv in das Projekt eingebunden. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, künftige Studien geschlechtersensibler zu gestalten und die medizinische Versorgung langfristig gerechter und zielgenauer auszurichten.
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