Urologe Rost mit Paracelsus-Medaille geehrt4. Juni 2019 Verleihung der Paracelsus-Medaille an Armin Rost durch Frank Ulrich Montgomery (v. l.). Foto: Jürgen Gebhardt / Bundesärztekammer Prof. Armin Rost, ehemaliger Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am St.-Bonifatius-Hospital in Lingen, hat beim 122. Deutschen Ärztetag Ende Mai in Münster die Paracelsus-Medaille erhalten. „Die deutschen Ärztinnen und Ärzte ehren in Armin Rost einen Mediziner, der sich als Urologe neben seiner fast dreißig Jahre währenden Tätigkeit als Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie des St.-Bonifatius-Hospitals Lingen über drei Jahrzehnte in den Dienst der Notleidenden und Armen gestellt hat“, sagte Prof. Frank Ulrich Montgomery in seiner Laudatio. „Für das Komitee Ärzte für die Dritte Welt (heute German Doctors), die German Rotary Volunteer Doctors und die Ärzte für Afrika war er auf 20 Einsätzen in Ghana, Kenia und mehreren Ländern in Asien und Lateinamerika, wo er während mehrwöchiger Aufenthalte in Krankenhäusern und Elendsvierteln unzählige Menschen medizinisch versorgte. Durch Fundraising warb er Medikamente und Medizinprodukte zur Ausstattung von Ambulanzen und Kliniken an den Einsatzorten ein. Er leistete Hilfe zur Selbsthilfe, indem er mit seiner Lehrtätigkeit an der Aus- und Weiterbildung von Krankenschwestern sowie Ärztinnen und Ärzten vor Ort mitwirkte. Sein herausragendes Engagement und sein großer humanitärer Einsatz zeugen vonRosts vorbildlicher Haltung als Arzt, womit er sich um das Gesundheitswesen, das Ansehen seines Berufsstandes und das Gemeinwohl in der Bundesrepublik Deutschland in hervorragender Weise verdient gemacht hat“, konkretisierte der Noch-Ärztepräsident. Rost wurde am 13. März 1943 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur am Gymnasium in Stuttgart-Zuffenhausen studierte er ab 1962 Medizin in Frankfurt/Main, Tübingen, Wien, Hamburg und Heidelberg, wo er 1969 sein Staatsexamen ablegte und sich zum Dr. med. promovierte. Im selben Jahr begann er als Medizinalassistent an der Urologischen Klinik und Poliklinik am Klinikum Steglitz in Berlin, deren Direktor Prof. Wilhelm Brosig 1970 die erste Nierentransplantation in Deutschland durchführte. 1975 erhielt Rost die Facharztanerkennung als Urologe, ein Jahr später wurde er Assistenzprofessor und Oberarzt, 1978 folgten die Habilitierung sowie die Ernennung zum Privatdozenten. Schließlich zog Rost 1982 von Berlin nach Lingen an der Ems, wo er bis zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand 2008 Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie des St.-Bonifatius-Hospitals und zwischen 1999 und 2002 auch deren stellvertretender ärztlicher Direktor war. 1983 wurde er zum Professor für das Fach Urologie ernannt. (Bundesärztekammer/ms)
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