Urologe Steinhart an der Spitze der Wiener Ärztekammer4. Mai 2022 MR Dr. Johannes Steinhart. Foto: ÖÄK/Christian Leopold Der Urologe Dr. Johannes Steinhart ist neuer Präsident der Ärztekammer für Wien (Österreich). Er wurde von der Vollversammlung bei 81 abgegebenen Stimmen mit 62 Stimmen gewählt. Steinhart führt eine Facharztordination mit allen Kassen in Wien-Simmering. Über viele Jahre hindurch war er zudem als Spitalsarzt und Krankenhausmanager tätig. Nach vielen Jahren sei nun wieder ein niedergelassener Arzt Präsident der Ärztekammer für Wien, heißt es in einer Presseaussendung. Gesundheits– und standespolitisch möchte sich Steinhart in seiner neuen Position als „Interessenvertreter aller Kolleginnen und Kollegen“ etablieren. Ein geschlossenes und einheitliches Auftreten der Ärzteschaft nach außen sei auch notwendig, um die „dringend anstehenden Verbesserungen und Reformen im heimischen Gesundheitssystem im Sinne einer bestmöglichen medizinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten auch zukünftig zu gewährleisten“, so Steinhart. Als größte Herausforderung für die nächsten Jahre sieht Steinhart die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Spitalsärztinnen und -ärzten, mehr Attraktivität für den niedergelassenen Kassenbereich sowie die Sicherstellung einer wohnortnahen niederschwelligen Gesundheitsversorgung vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden und älter werdenden Bevölkerung in Wien. Steinhart wurde 1955 in Wien geboren und 1983 zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert. 1992 schloss er die Facharztausbildung für Urologie in der Krankenanstalt des Göttlichen Heilandes ab. Unmittelbar danach begann er seine Tätigkeit als Oberarzt an der urologischen Abteilung, zudem wurde er im selben Jahr auch ärztlicher Leiter und Geschäftsführer der Krankenanstalt des Göttlichen Heilandes. Beide Tätigkeiten übte er bis 2015 aus. Seit 01.10.1993 ist er zudem niedergelassener Facharzt für Urologie mit allen Kassenverträgen in Wien. Steinhart blickt auf eine langjährige standespolitische Karriere zurück: Seit 1989 ist er Mitglied der Vollversammlung und des Vorstands der Ärztekammer für Wien. 1993 bis 1999 fungierte er als Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für Wien. Seit 1999 war er Vizepräsident sowie Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte der Ärztekammer für Wien. In der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) begann er seine Tätigkeit 1999 als Mitglied der Bundeskurie niedergelassene Ärzte. 2007 übernahm er die ÖÄK-Referate für Telemedizin sowie Grundlagenarbeit und gesundheitspolitische Analysen. 2012 wurde er 3. ÖÄK-Vizepräsident und Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte, seit 2017 ist er 2. ÖÄK-Vizepräsident.
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