Vaping: Chemische Substanzen in Liquids schädigen Lungengewebe7. Januar 2020 Foto: © zef art/Adobe Stock In einer kürzlich publizierten Arbeit präsentierten deren Autoren eine Liste chemischer Substanzen, die zur Aromatisierung von Liquids für E-Zigaretten verwendet werden. Beschrieben werden zudem die schädlichen Auswirkungen dieser Stoffe auf das Lungengewebe – wie Entzündungen und genetische Schädigungen mit dem Potenzial für ein langfristiges Risiko für Atemwegs- und sogar Krebserkrankungen. „Während Bezeichnungen wie Mango, Gurke und Minze den Eindruck erwecken, dass die Aromen in E-Liquids harmlos sind, entstehen diese Geschmacksrichtungen mithilfe chemischer Substanzen“, erklärt Irfan Rahman vom Rochester Medical Center (URMC), Hauptautor der Studie. „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Exposition gegenüber diesen Chemikalien Schäden und Funktionsstörungen in der Lunge auslösen, die Vorboten langfristiger gesundheitlicher Folgen sind.“ Im Gegensatz zu Propylenglykol und pflanzlichem Glycerin – der Basis für Vaping-Liquids – sowie Nikotin deklarieren die meisten Hersteller nach Angaben der Studienautoren die chemischen Verbindungen, die zur Erzeugung der Aromen verwendet werden, nicht. Mithilfe der Massenspektrometrie identifizierten die Wissenschaftler fast 40 verschiedene Chemikalien, die in verschiedenen Kombinationen in sieben von einem spezifischen Hersteller verwendeten Geschmacksrichtungen zu finden sind. Dazu gehören Kohlenwasserstoffe und flüchtige organische Verbindungen, von denen viele gewerblich genutzt werden und bekanntermaßen beim Einatmen schädlich sind. In der Studie setzten die Forscher menschliches Lungengewebe – darunter Bronchialepithelzellen und Monozyten – Aerosoldämpfen aus den Aromakapseln aus. Sie beobachteten, dass die Chemikalien Entzündungen hervorriefen und die Integrität der Epithelzellen beeinträchtigten – ein Zustand, der schließlich zu akuten Lungenverletzungen und Atemwegserkrankungen führen könnte. Die Exposition schädigte auch die DNA in den Zellen. Die Studie zeigte, dass Menthol-Aroma genauso schädlich ist wie andere Aromen. „Die Vaping-Technologie gibt es erst seit kurzer Zeit und der entsprechende Konsum hat erst kürzlich insbesondere bei jüngeren Menschen explosionsartig zugenommen“, erklärt Rahman. „Diese Studie liefert weitere Beweise dafür, dass das Vaping – obwohl es kurzfristig weniger schädlich als brennbarer Tabak ist – bei chronischen Konsumenten den Weg zu erheblichen Gesundheitsproblemen im späteren Leben bereitet.“
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