VDGH: Auswirkungen genau analysieren20. Oktober 2021 Foto: © fotohansel – stock.adobe.com Die Europäische Kommission hat am 14. Oktober 2021 einen Vorschlag zur schrittweisen Einführung der europäischen Verordnung über In-vitro-Diagnostika vorgelegt. Hierzu sagt Dr. Martin Walger, Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie (VDGH): „Die Diagnostikbranche begrüßt, dass sieben Monate vor dem Geltungsbeginn der neuen IVD-Verordnung Änderungen in Sicht sind. Die Kommission anerkennt, dass die COVID-19-Pandemie den Aufbau der regulatorischen Infrastruktur erheblich verzögert hat. Ziel ist es nun, längere Vorbereitungszeiten zu ermöglichen und damit die flächendeckende Verfügbarkeit von Labordiagnostik zu sichern.“ Die IVD-Verordnung soll ab dem 26. Mai 2022 das Inverkehrbringen und die Marktüberwachung von In-vitro-Diagnostika europaweit neu regeln. Etliche Vorgaben für die Hersteller und Prüfinstitutionen (Benannte Stellen) werden verschärft. Der Änderungsvorschlag der Kommission hält am Geltungsbeginn der neuen Verordnung zum 26. Mai 2022 fest. Es werden aber Übergangsbestimmungen eingeführt. Nach Produktklassen gestaffelt werden Zeitfristen verlängert. Auf diese Weise soll der Kapazitätsengpass bei den Benannten Stellen entschärft werden. Heute sind erst sechs der ursprünglich 22 Benannten Stellen nach den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen designiert. Die Auswirkungen der Änderungsvorschläge müssen nun im Einzelnen analysiert werden. Der Kommissionsvorschlag wird dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Annahme vorgelegt.
Mehr erfahren zu: "Neue KI betrachtet Krebsdiagnostik im Verlauf" Neue KI betrachtet Krebsdiagnostik im Verlauf Mehr als eine Momentaufnahme eines Patienten soll entstehen, wenn neue KI-Modelle histopathologische Bilder dynamisch mit molekularen Messdaten und klinischen Informationen integrieren.
Mehr erfahren zu: "BÄK-Präsident fordert: „Reformen dürfen nicht länger aufgeschoben werden“" BÄK-Präsident fordert: „Reformen dürfen nicht länger aufgeschoben werden“ Zum Auftakt der parlamentarischen Arbeit nach der Sommerpause mahnt die Bundesärztekammer (BÄK) zu entschlossenem Handeln in der Gesundheitspolitik und fordert Reformen angehen, Bürokratie abbauen und Vertrauen zu schützen.
Mehr erfahren zu: "Experten empfehlen systematisches Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes" Experten empfehlen systematisches Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes Ein internationales Expertenteam hat konkrete Empfehlungen für ein bevölkerungsweites Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes vorgelegt. Ziel ist es, Typ-1-Diabetes bereits vor den ersten Symptomen zuverlässig zu diagnostizieren, das Risiko schwerer […]