Verdoppelung der Hautkrebsfälle bis 2030 erwartet4. Juli 2023 Foto: © M.Dörr & M.Frommherz – stock.adobe.com Durch den Klimawandel wird auch die Stärke der UV-Strahlung beeinflusst. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz führt der Abbau der stratosphärischen Ozonschicht zu einem Anstieg der sonnenbrandwirksamen UV-Bestrahlungsstärke um ungefähr sieben Prozent im Winter und Frühling sowie ungefähr vier Prozent in Sommer und Herbst. Prof. Rolf-Markus Szeimies, Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Vest: „Studien zeigen, dass es durch die Folgen des Klimawandels zu einer Verdopplung der Hautkrebsfälle bis 2030 kommen kann. Der richtige Umgang mit der Sonne ist daher wichtiger denn je. Hohe Lichtschutzfaktoren bei der Sonnencreme, auch im Winter, sind mittlerweile ein Muss. Außerdem sollte man sich öfter im Schatten aufhalten und die Sonne am Nachmittag meiden.“ Neben ausreichendem Sonnenschutz werden Früherkennungsuntersuchungen, wie ein regelmäßiges Hautkrebsscreening, immer wichtiger. „Wird Hautkrebs früh erkannt, ist er in den meisten Fällen heilbar. Vorsorgeuntersuchungen, wie das Hautkrebsscreening, sind daher sehr wichtig. Zudem sollte jeder seine Haut im Auge behalten und auf mögliche Veränderungen regelmäßig untersuchen“, so Szeimies. Eine Auswertung der Knappschaft zeigt, dass die Anzahl der Versicherten, die ein Hautkrebsscreening in Anspruch nehmen, in den letzten Jahren gesunken ist. Waren es 2019 noch knapp über 37 Prozent der Versicherten, so waren es im Jahr 2021 nur noch knapp über 33 Prozent der Versicherten, die den ganzen Körper von geschulten Haut- und oder Hausärztinnen und -ärzten haben verdachtsunabhängig untersuchen lassen. Der Gesetzgeber sieht kostenlose Screenings ab dem 35. Lebensjahr vor. Die Knappschaft appelliert, sich schon frühzeitig regelmäßig untersuchen zu lassen und bietet daher alle zwei Jahre ein kostenloses Hautkrebsscreening für alle Altersgruppen an. Mit dieser Sonderleistung möchte die Knappschaft insbesondere junge Menschen sensibilisieren, sich mit den Gefahren von Hautkrebs auseinanderzusetzen.
Mehr erfahren zu: "Neuer Delabeling-Pass soll falsche Penicillinallergie dauerhaft aus Patientenakte entfernen" Neuer Delabeling-Pass soll falsche Penicillinallergie dauerhaft aus Patientenakte entfernen Häufig liegt gar keine Penicillinallergie vor, auch wenn Patienten diese angeben – mit Nachteilen für die Betroffenen. Ein Delabeling-Pass soll künftig dokumentieren, wenn eine Penicillinallergie dauerhaft widerlegt ist.
Mehr erfahren zu: "GEP-Test unterstützt Therapieauswahl bei Atopischer Dermatitis" Weiterlesen nach Anmeldung GEP-Test unterstützt Therapieauswahl bei Atopischer Dermatitis Ein Genexpressionsprofil-Test identifizierte Patienten mit Atopischer Dermatitis, die unter Januskinase-Inhibitoren bessere Behandlungsergebnisse erzielten als unter einer TH2-gerichteten Therapie.
Mehr erfahren zu: "Atopie: Starke Korrelation mit symptomatischem Dermographismus" Weiterlesen nach Anmeldung Atopie: Starke Korrelation mit symptomatischem Dermographismus Eine internationale Querschnittstudie identifiziert Atopische Dermatitis und Allergische Rhinitis als stärkste Korrelate des symptomatischen Dermographismus. Besonders hoch war die Assoziation bei gleichzeitigem Vorliegen von AD, AR und Asthma.