Vericiguat zur Behandlung der Herzinsuffizienz in der EU zugelassen22. Juli 2021 Foto: ©hanohiki /stock.adobe.com Das Arzneimittel Vericiguat von den Herstellern Bayer und Merck & Co erhielt unter dem Handelsnamen Verquvo® die europäische Marktzulassung zur Behandlung Erwachsener mit symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz. Dies teilte Bayer am Mittwoch in Berlin mit. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) gab bereits am 20. Mai eine positive Empfehlung für das Medikament ab. Seit Januar ist Vericiguat in den USA, seit Juni auch in Japan zugelassen. Ein Antrag zur Zulassung wurde nach Hersteller-Angaben außerdem in China sowie in mehreren anderen Ländern weltweit eingereicht. Der Stimulator der löslichen Guanylatcyclase (sGC) wird angewendet zur Behandlung der symptomatischen, chronischen Herzinsuffizienz bei Erwachsenen mit reduzierter Ejektionsfraktion, die nach einem kürzlich aufgetretenen Dekompensationsereignis, das eine i.v.-Therapie erforderte, stabilisiert wurden. Verquvo ist erhältlich als Filmtabletten in den Dosierungen 2,5mg, 5mg und 10mg. Die Zulassung beruht auf den positiven Ergebnissen der Phase-III-Studie VICTORIA, die im März 2020 im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde. „Mit dieser jüngsten Zulassung können wir Patienten mit Herzinsuffizienz potenziell neue Hoffnung schenken, indem wir den Kreislauf sich wiederholender Dekompensationen und klinischer Verschlechterung durchbrechen und damit das Risiko einer erneuten Hospitalisierung verringern“, freut sich Dr. Burkert Pieske, Professor für Innere Medizin und Kardiologie an der Charité und leitender Prüfarzt von VICTORIA, über diese „äußerst willkommene Nachricht“. „Wir glauben, dass die Verfügbarkeit von Verquvo den behandelnden Ärzten eine dringend benötigte neue Option bietet, um die erhebliche Belastung durch die chronische Herzinsuffizienz zu lindern“, sagt Dr. Michael Devoy, Chief Medical Officer und Leiter Medical Affairs und Pharmacovigilance der Division Pharmaceuticals der Bayer AG. In Deutschland wird das neue Herzinsuffizienz-Medikament Unternehmensangaben nach in wenigen Wochen in der Lauertaxe gelistet und dann verfügbar sein. (ah)
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