Vermeidung von Komplikationen bei CED: Ein gesunder Lebensstil kann einen milderen Krankheitsverlauf begünstigen25. April 2025 Foto: © Dudarev Mikhail/stock.adobe.com Ein gesunder Lebensstil, einschließlich einer mediterranen Ernährung und regelmäßigem Sport, kann ein wichtiger Faktor für den Krankheitsverlauf einer CED sein. Wie wirkt sich die Einhaltung dieser Kombination aber konkret auf den Verlauf einer CED aus? Den Resultaten einer spanischen prospektiven Kohortenstudie zufolge fördert ein gesunder Lebensstil einen wesentlich milderen Krankheitsverlauf und sollte daher laut Angaben der Studienautoren ein essentieller Bestandteil der klinischen Behandlung von CED-Patienten sein. Die aktuelle Studie umfasste insgesamt 693 ambulante Patienten mit CED, die sich in Remission befanden, mit einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 27 Monaten (Interquartilsbereich 22–29 Monate). Jeder teilnehmende Patient füllte einen Fragebogen aus, um die Beachtung der ärztlichen Verordnung und die körperliche Aktivität zu bewerten. Ein gesunder Lebensstil wurde als ordnungsgemäße Einhaltung sowohl der mediterranen Diät als auch eines aktiven Lebensstils betrachtet. Die Forschenden erfassten in diesem Zusammenhang auch Rezidive während der Nachbeobachtung, die Schwere der Krankheitsrückfälle, den Bedarf an systemischen Steroiden und etwaige Therapieanpassungen. Während des Follow-up trat bei 188 Patienten (27,1 %) ein Rezidiv auf, von denen 56,1 % mittelschwer oder schwer war. Von den Patienten mit einem Rückfall benötigten 85 (45 %) eine Behandlung mit Corticosteroiden, und 15 (7,9 %) wurden in ein Krankenhaus eingewiesen. Patienten mit Colitis ulcerosa hielten sich während der Studienperiode eher an eine gesunde Lebensweise als Patienten mit Morbus Crohn (p=0,011). Darüber hinaus zeigte sich, dass ein gesunder Lebensstil bei CED-Patienten mit einem geringeren Risiko für mittelschwere und schwere Schübe (adjustierte HR [aHR] 0,250; 95 %-KI 0,093–0,670) und für die Einnahme von Steroiden (aHR 0,292; 95 %-KI 0,103–0,828) und bei C.-ulcerosa-Patienten mit einem geringeren Risiko für mittelschwere und schwere Schübe (aHR 0,270; 95 %-KI 0,093–0,789) assoziiert war. (bi)
Mehr erfahren zu: "Virtuelle Histologie: Vom Gewebeschnitt zum 3D-Bild" Virtuelle Histologie: Vom Gewebeschnitt zum 3D-Bild Die virtuelle Histologie nutzt Röntgenstrahlung, um Gewebe dreidimensional abzubilden. Ein neues Verfahren ermöglicht nun auch die farbige Markierung von Strukturen im 3D-Bild. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für Krebsforschung und […]
Mehr erfahren zu: "RegioOnkoNet: FZI überführt digitale Onkologie-Lösungen in die Versorgung auf dem Land" RegioOnkoNet: FZI überführt digitale Onkologie-Lösungen in die Versorgung auf dem Land Im Forschungsprojekt RegioOnkoNet schaffen die Verbundpartner eine sichere digitale Infrastruktur, die Fachärzte, Hausärzte und Krebspatienten in der Modellregion Karlsruhe–Freiburg standortunabhängig vernetzt.
Mehr erfahren zu: "Knowledge Connector: Bessere klinische Entscheidungen in der molekularen Präzisionsonkologie" Knowledge Connector: Bessere klinische Entscheidungen in der molekularen Präzisionsonkologie Forschende am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben mit dem Knowledge Connector ein digitales Werkzeug entwickelt, das klinische Entscheidungen in der molekularen Präzisionsonkologie erheblich […]