Vitamin D bremst überaktives Immunsystem bei Patienten mit MS15. Februar 2017 © Zerbor – fotolia.com Die Einnahme hoher Dosen Vitamin D scheint die überschießende Reaktion des Immunsystems bei Patienten mit Multipler Sklerose zu dämpfen. Dies geht aus einer Studie mit 40 Teilnehmern hervor, die an schubförmig-remittierender MS erkrankt waren und über sechs Monate hinweg täglich entweder 10.400 IE oder 800 IE Vitamin D einnahmen. Zu Beginn der Studie sowie nach drei und sechs Monaten ermittelten die Forscher der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore über Blutproben den Vitamin-D-Status sowie die Aktivität der T-Zellen. Dabei zeigte sich, dass bei den Studienteilnehmern, die hohe Vitamin-D-Dosen einnahmen, die Zahl der T-Zellen zurückgegangen war. Bei einem Anstieg des Vitamin-D-Spiegels im Blut auf mindestens 18 ng/ml führte jede Zunahme des Vitamin-Spiegels um weitere 5 ng/ml zu einer Abnahme des Th17-Zell-Anteils um ein Prozent. Bei Probanden, die die niedrige Vitamin-D-Dosis einnahmen, waren keine Effekte auf die T-Zellen sichtbar. Die Nebenwirkungen der Supplementierung waren gering und unterschieden sich in den beiden Studiengruppen nicht voneinander. Bislang sind sich Forscher uneins, welchen Vitamin-D-Spiegel MS-Betroffene erreichen sollten. 50 ng/ml gelten jedoch als notwendig, um die Krankheitsaktivität zu reduzieren. Diesen Spiegel erreichte die Studiengruppe mit der niedrigen Dosierung nicht. Autoren: Sotirchos ES et al. Korrespondenz: Department of Neurology, Johns Hopkins University School of Medicine, Baltimore, MD Studie: Safety and immunologic effects of high- vs low-dose cholecalciferol in multiple sclerosis Quelle: Neurology. 2016 Jan 26;86(4):382-90. Web: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26718578
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