Vitamin K: Niedrige Spiegel im Blut gehen offenbar mit schlechterer Lungenfunktion einher11. September 2023 Foto: © cegli/stock.adobe.com Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie besitzen Menschen, die einen niedrigen Vitamin-K-Spiegel im Blut haben, mit höherer Wahrscheinlichkeit eine schlechte Lungenfunktion und leiden ebenfalls wahrscheinlicher an Asthma, Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder Wheezing. Vitamin K kommt in grünem Blattgemüse, Pflanzenölen und Getreidekörnern vor. Es spielt eine Rolle bei der Blutgerinnung und hilft so dem Körper bei der Wundheilung. Die Studie wurde von einem Team dänischer Wissenschaftler am Universitätskrankenhaus Kopenhagen und der Universität Kopenhagen durchgeführt. Beteiligt war eine Gruppe von 4092 Menschen im Alter von 24-77 Jahren, die in der Hauptstadt Dänemarks lebten. Die Studienteilnehmer unterzogen sich Lungenfunktionstests, gaben Blutproben ab und beantworteten Fragebögen zu ihrer Gesundheit und ihrem Lebensstil. Die Blutuntersuchungen berücksichtigten u.a. einen Biomarker für niedrige Vitamin-K-Spiegel im Körper: dp-ucMGP. Die Autoren stellten fest, dass Probanden Markern für niedrige Vitamin-K-Spiegel im Durchschnitt über eine geringere 1-Sekunden-Kapazität und eine ebenfalls geringere forcierte Vitalkapazität verfügten. Auch gaben Studienteilnehmer mit einer niedrigeren Vitamin-K-Spiegel häufiger an, an COPD, Asthma oder Wheezing zu leiden. Studienerstautor Dr. Torkil Jespersen vom Zentrum für klinische Forschung und Prävention des Universitätsklinikums Kopenhagen erklärt „Wir wissen bereits, dass Vitamin K eine wichtige Rolle im Blut spielt, und die Forschung beginnt zu zeigen, dass es auch für die Herz- und Knochengesundheit wichtig ist. Es gibt aber nur sehr wenige Untersuchungen zu Vitamin K und der Lunge. Unseres Wissens ist dies die erste Studie zu Vitamin K und Lungenfunktion in einer großen Gruppe aus der Allgemeinbevölkerung. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Vitamin K eine Rolle bei der Gesunderhaltung unserer Lunge spielen könnte. Für sich genommen ändern unsere Ergebnisse nichts an den aktuellen Empfehlungen zur Vitamin-K-Zufuhr, sie legen jedoch nahe, dass wir mehr Forschung darüber benötigen, ob manche Menschen, beispielsweise Menschen mit Lungenerkrankungen, von einer Vitamin-K-Supplementierung profitieren könnten.“ Das Forschungsteam arbeitet bereits an einer großen klinischen Studie, in der eine Vitamin-K-Supplementierung mit einem Placebo verglichen wird, um mögliche Auswirkungen auf die Herz- und Knochengesundheit in der Allgemeinbevölkerung zu untersuchen (die InterVitaminK-Studie). Basierend auf ihren neuen Ergebnissen werden sie nun Analysen der Lungenfunktion in diese Studie einbeziehen.
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