Von A-moklauf bis Z-usatzweiterbildung6. November 2018 Die Zentrale Notfallaufnahme des UKL richtet die 6. LIFEMED-Tagung aus. (Foto: Stefan Straube / UKL) Zum 6. Interdisziplinären Forum für Notfallaufnahme und Notfallmedizin (LIFEMED) am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) vom 9. bis 11. November werden rund 350 Teilnehmer aus dem Bundesgebiet und dem deutschsprachigen Ausland erwartet. Die Tagung richtet sich in gleichem Maß an den Rettungs- und Notarztdienst, das nichtärztliche Personal der Notaufnahmen, aber auch an Mitarbeiter aus den weiterbehandelnden akutmedizinischen Bereichen. Prof. André Gries und seinem Team der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) des UKL sowie in Zusammenarbeit mit Privatdozent Dr. Michael Bernhard – seit seinem Wechsel aus der ZNA Leiter der Notaufnahme des Universitätsklinikums Düsseldorf – organisiert, widmet sich LIFEMED 2018 aktuellen Themen der Notfallmedizin und blickt dabei auch über das eigene Fachgebiet hinaus. “Ich freue mich sehr, dass wir zur Eröffnung am Freitag die ehemalige Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für Notfallmedizin (EuSEM), Dr. Roberta Petrino, für einen Vortrag gewinnen konnten”, sagt Gries. Asl ein Themenschwerpunkt steht die “Amok-Lage München 2016” auf dem Programm. “Dabei geht es uns um Aspekte, die weit über die unmittelbare medizinische Versorgung hinausgehen”, erläutert Gries. Wie ist man in München mit der Bedrohungslage umgegangen? Wie lief die Kommunikation zwischen Einsatzkräften und Kliniken? Welche Konsequenzen wurden gezogen? Experten der Münchener Polizei und der Notfallmedizin erläutern dazu ihre Sicht auf die damalige Lage. Ein Unfallchirurg klärt zudem über Besonderheiten bei Schussverletzungen auf. “Man kann aus solchen Ereignissen viel lernen. Das wird sicher spannend”, hebt Gries hervor. Dass Notfallversorgung in jedem Fall Teamarbeit ist, zeigen in einem Themenblock Pflegekräfte aus der Notfallaufnahme des UKL. “Hier berichten unsere Mitarbeiter aus der Pflege hautnah von ihrer Arbeit, sprechen Probleme an und zeigen Lösungswege auf. Ich finde es großartig, dass sie sich dazu bereiterklärt haben”, so der Leiter der ZNA. Ein weiteres Thema ist die in diesem Jahr beschlossene Zusatzweiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin sowie der Weiterbildung Notfallpflege. Neben zahlreichen Fallpräsentationen sind auch Workshops im Programm, welche zusammen mit dem Uni-Institut für Anatomie angeboten werden. “Gerade die Workshops zu invasiven Notfalltechniken sind etwas Besonderes. Hier können die Teilnehmer am Leichenpräparat lebensrettende Techniken unter Anleitung trainieren”, erläutert Gries.
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