Vorurteile gegenüber PatientInnen mit einer Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ24. Januar 2020 Foto: ©lassedesignen – stock.adobe.com Forscher der SRH Hochschule für Gesundheit und Kooperationspartner veröffentlichen Studienergebnisse zur Stigmatisierung von PatientInnen mit einer Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ. Im klinischen Setting tritt die emotionale instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (BPS) als häufigste Persönlichkeitsstörung auf. Aus diesem Grund hat sich die vorliegende Studie mit den Einstellungen und Einschätzungen des psychiatrischen Pflegepersonals bezüglich PatientInnen mit einer BPS im Vergleich zu PatientInnen mit einer depressiven Störung beschäftigt. Hierfür wurden 37 Pflegekräfte mehrerer psychiatrischer Stationen befragt. Die Pflegekräfte erhielten randomisierte Fragebögen mit Fallvignetten (BPS oder Depression), um Einstellungen, soziale Distanz und emotionale Reaktionen zu vergleichen. Die Studienergebnisse zeigten, dass PatientInnen mit einer BPS im Vergleich zu depressiven PatientInnen stärker abgewertet und negativer beurteilt werden. Dabei zeigte sich ein größerer Wunsch nach sozialer Distanz gegenüber PatientInnen mit einer BPS im Vergleich zu Betroffenen mit einer depressiven Störung. Für PatientInnen mit einer BPS besteht den Ergebnissen zufolge ein erheblicher Unterstützungsbedarf, aus diesem Grund sollte der Fokus auf einen professionellen Umgang durch Aufklärung und entsprechenden Hilfe-Tools gelegt werden. Originalpublikation: Breneise R et al.: Werden besonders Patienten mit einer Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ durch das psychiatrische Pflegepersonal stigmatisiert? [Are Especially Patients with Borderline Personality Disorder Stigmatised by Psychiatric Nurses?]. Psychiatrische Praxis 2020;47(1):35–38.
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