Walnüsse schützen möglicherweise vor Colitis ulcerosa

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Laut einer neuen Studie US-amerikanischer Forscher bietet der Verzehr von Walnüssen möglicherweise einen gewissen Schutz vor Colitis ulcerosa. Forschungsergebnisse haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass Walnüsse aufgrund ihres komplexen Spektrums an natürlichen Verbindungen und sekundären Pflanzenstoffen eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen bieten, darunter den Schutz vor Entzündungen und Darmkrebs.


Die neuesten Ergebnisse einer Studie an Mäusen ergaben, dass der Verzehr von Walnüssen auch Schutz vor einer experimentell induzierten C. ulcerosa bot. Die Forscher unter der Leitung von Dr. Daniel Rosenberg, Professor für Medizin, und Masako Nakanishi, Assistenzprofessor am Center for Molecular Oncology der University of Connecticut untersuchten die Auswirkungen einer Nahrungsergänzung mit Walnüssen in einem Colitis-Modell, bei dem eine Schädigung der Darmschleimhaut durch das ulzerogene Mittel Dextran-Natriumsulfat induziert wurde. Walnüsse machten 14 Prozent der täglichen Ernährung in der Studie aus – das entspricht 20 bis 25 Walnüssen bei einem Menschen. Wurden den Mäusen in der Studie etwa zwei Wochen lang Walnüsse verabreicht, erlitten sie im Verlauf einer C. ulcerosa eine viel geringere Schädigung ihres Dickdarms.

Auch der in der Kolonschleimhaut ablaufende Reparaturprozess schien nach einer Nahrungsergänzung mit Walnüssen optimiert zu sein. Die Wissenschaftler bezeichneten diesen Prozess als Präkonditionierung des Kolons durch Aufnahme von Walnüssen. Das Ausmaß der Schädigung war bei den Mäusen mit Präkonditionierung weitaus geringer als bei Mäusen, die keine Walnüsse erhielten.

Die Wissenschaftler fanden außerdem nach zweiwöchiger Walnussgabe eine Reihe von Veränderungen bezüglich der Stoffwechselprodukte in Kot und Gewebe, die für ein besseres Verständnis der möglichen Verstoffwechselung und Wirkung von Walnüssen im Dickdarm von entscheidender Bedeutung sein könnten.

„Wir setzen unsere Arbeit fort, um zu verstehen, ob diese Stoffwechselveränderungen Teil des Schutzes sind“, sagt Rosenberg. „Wir behaupten nicht, dass Menschen mit C. ulcerosa zwischen Schüben der Erkrankung eine große Walnussdiät machen sollten. Wir hoffen jedoch, dass wir die Wirkstoffe – Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe – in Walnüssen bestimmen können, die den Schutz bewirken.“

In weiteren Forschungsarbeiten will man nun den Auswirkungen auf den Menschen auf den Grund gehen. Derzeit führen die Wissenschaftler in Rosenbergs Labor eine klinische Studie durch: Die Teilnehmer konsumieren drei Wochen lang täglich 57 g (2 Unzen) Walnüsse und unterziehen sich danach einer Koloskopie. Anschließend werden Metaboliten und Darmmikrobiota analysiert und ihre Biomarker ermittelt.