Warum manche Tumore gegen Zelltherapien resistent sind1. Juli 2024 Bild: ©gopixa – stock.adobe.com Mit 4,8 Mio. Euro fördert das Forschungsförderprogramm des Landes Hessen, LOEWE, einen Forschungsverbund unter Federführung der Goethe-Universität. Der LOEWE-Schwerpunkt CARISMa forscht an neuen Therapien, die mit CAR-T-Zellen therapieresistente Krebsarten behandeln sollen. „Der neue LOEWE-Verbund etabliert in Hessen ein innovatives Forschungsprogramm, das gerade weltweit Auftrieb erlebt“, kommentierte der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Enrico Schleiff. „Dabei erweitert er das Profil der Goethe-Universität und unserer Kooperationspartner auf dem Gebiet der CAR-Zelltherapie. An der Goethe-Universität setzt der Verbund da an, wo wir schon stark sind: in der Tumorbiologie, in der Arzneimittelentwicklung und der klinischen Onkologie. Und auch unser Profilbereich ,Molekulare und Translationale Medizin‘ wird durch den Zelltherapieschwerpunkt neue Impulse bekommen.“ Bei der Behandlung von Leukämien und Lymphomen hat die CAR-Therapie Erfolge erzielt, bei denen bisherige Therapien versagt haben. Solide Tumore wie bösartige Hirn-, Bauchspeicheldrüsen- und Darmtumore erweisen sich dagegen als weitgehend resistent gegen diese Therapie. Der neue LOEWE-Schwerpunkt „Optimierung von CAR-Zelltherapien durch Beeinflussung des ImmunSuppressiven Tumor-Mikromilieus“, kurz CARISMa, will nun zu einem besseren Verständnis beitragen, wie diese Resistenz der soliden Tumore zustande kommt und wie sie verhindert werden kann. Dazu wird erforscht, wie genau die CAR-T-Zellen mit dem Tumor und seinem Tumormikromilieu interagieren und wie neuartige CAR-Zelltherapien entwickelt werden können, die diese Resistenz überwinden. Dazu werden die Projektpartner, die bereits gemeinsam forschen, stärker standortübergreifend und interdisziplinär zusammenarbeiten. Neben der federführenden Goethe-Universität Frankfurt ist an CARISMa die Philipps-Universität Marburg beteiligt, das Frankfurter Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie (Georg-Speyer-Haus) und das Paul-Ehrlich-Institut in Langen sowie der Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen. Der neue LOEWE-Schwerpunkt wird auch Synergien schaffen in der Zusammenarbeit mit dem onkologischen Exzellenznetzwerk für translationale Krebsforschung (DKTK) und dem LOEWE-Zentrum Frankfurt Cancer Institute (FCI). Wissenschaftlicher Koordinator von CARISMa ist Prof. Thomas Oellerich vom Fachbereich Medizin, Medizinische Klinik II, Universitätsklinikum Frankfurt und Goethe-Universität. Das Forschungsprojekt wird mit ca. 4,8 Mio. Euro für vier Jahre von 2025 bis 2028 gefördert.
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