Wechseljahre: Gelenkprobleme bei Frauen haben vielfältige Gründe25. Oktober 2024 Rebecca Sänger (Bild: Ausschnitt aus dem YouTube-Video DGOU) „Bei einer mittelalten Frau mit Gelenkproblemen muss man an die Hormone denken und an Rheuma“, betont eine DGOU-Expertin auf dem DKOU 2024. Viele der Frauen in den Wechseljahren leiden unter Muskel-Skelett-Symptomen wie Gelenkschmerzen, Muskelabbau und Knochendichteverlust. Die Arthrose-Häufigkeit steigt bei Frauen in der Menopause deutlich an. Geringe Östrogenwerte verschlechtern die Durchblutung und Flüssigkeitsversorgung der Gelenke, was zu Steifheit und Unbeweglichkeit führt. Das spüren viele Frauen, ordnen dies aber kaum den Wechseljahresbeschwerden zu. Auf dem Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) sagt DGOU-Expertin Dr. Rebecca Sänger: „Bei einer mittelalten Frau mit Gelenkproblemen muss man an die Hormone denken und an Rheuma. Operieren kann man immer noch.“ Sie setzt sich dafür ein, dass das Muskel-Skelett-Syndrom unter den Wechseljahresbeschwerden bekannter wird und kümmert sich um verstärkte Forschung in diesem Bereich. Ernährung, Bewegung und Vitamine wie D und K2 können helfen. Die Menopausale Hormontherapie (MHT) könnte eine wirksame Option sein, da sie den Östrogenverlust verlangsamt und die Auswirkungen auf Knochen und Muskeln abmildert. Ihre Wirksamkeit ist jedoch noch nicht eindeutig belegt, so die Expertin.
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