Wegbereiter der Stammzelltherapie zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen zu Gast am DRFZ5. Dezember 2018 Avrion Mitchinson-Preisträger Quirin Hammer (l.) und Richard K. Burt, der die Hasinger Lecture hielt, sprachen über neueste Erkenntnisse zur Therapie von Autoimmunerkrankungen wie etwa Rheuma. (Fotos: privat) Was hat die moderne Grundlagenforschung zu bieten, wenn es um die Behandlung der Zukunft von Autoimmunerkrankungen wie Rheuma geht? Neueste Erkenntnisse wurden bei einer Festveranstaltung mit Preisverleihung und Fachvorträgen am 4. Dezember im Leibniz-Institut Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ) vorgestellt. Avrion Mitchison Preis Der diesjährige Avrion Mitchison Preis der Schering Stiftung geht an den Nachwuchswissenschaftler Quirin Hammer vom DRFZ Berlin für die Entdeckung, dass auch Zellen des angeborenen Immunsystems spezifisch Virenbestandteile erkennen können. Diese Eigenschaft wurde bisher nur den Zellen des erworbenen Immunsystems zugesprochen. Zellen des angeborenen Immunsystems, einschließlich Natürliche Killer (NK)-Zellen, spielen eine wichtige Rolle beim Schutz vor Infektionen. Bisher wurde davon ausgegangen, dass NK-Zellen pathogene Muster oder breit gefächerte Entzündungssignale erkennen. Quirin Hammer und Kollegen konnten nun zeigen, dass menschliche NK-Zellen spezifische Viruspeptide erkennen und so verschiedene Virusstämme unterscheiden können. Diese Entdeckung macht NK-Zellen zu potentiellen Kandidaten für die spezifische und individualisierte Regulation von chronischen Immunreaktionen. Quirin Hammer führt seine Studien jetzt am renommierten Karolinska Institut in Stockholm, Schweden, fort. Der Avrion Mitchison Preis der Schering Stiftung wird jährlich vom Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin an junge Forschende aus dem deutschsprachigen Raum für die beste experimentelle, klinische oder epidemiologische Forschungsarbeit auf dem Gebiet chronischer Entzündungen vergeben. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert; Stifter ist die Schering Stiftung. Professor Avrion Mitchison aus London wurde 1989 als erster Direktor an das neu gegründete Deutsche Rheuma-Forschungszentrum Berlin berufen. 1996 übergab er sein Amt an Professor Andreas Radbruch. Hasinger Lecture Bei der Hasinger Lecture spricht dieses Jahr Richard K. Burt von der Feinberg School of Medicine, Northwestern University, Chicago, US, über die Zukunft der hämatopoetischen Stammzell-Therapie (HSCT) in der Behandlung von Multipler und Systemischer Sklerose. Richard Burt gilt als Wegbereiter der HSCT zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen. Die Immunablation mit anschließender Stammzelltransplantation hat sich als vielversprechende Behandlungsoption für Patienten mit schweren Formen von Autoimmunerkrankungen erwiesen, bei denen konventionelle Therapien nicht wirken. Sie führt zur langfristigen, behandlungsfreien Mit der Albrecht Hasinger Lecture wird seit 1994 an den Gründungsvater und ersten Stiftungsratspräsidenten des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin, Albrecht Hasinger, erinnert. Der Vortrag leitet die jährlich stattfindende Fortbildungsveranstaltunge der Charité – Universitätsmedizin Berlin für Rheumatologinnen und Rheumatologen aus dem ganzen Bundesgebiet ein.
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