Weidner mit Bundesverdienstkreuz geehrt10. August 2018 Ministerpräsident Volker Bouffier (l.) überreicht Wolfgang Weidner das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Hessische Staatskanzlei Prof. Wolfgang Weidner aus Gießen hat das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier überreichte am 09.08.2018 dem 70-jährigen Urologen die Auszeichnung. Der Dekan des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen habe sich herausragend im medizinischen Bereich engagiert, hieß es zur Begründung. 1999 gründete Weidner das Hessische Zentrum für Reproduktionsmedizin, begleitet es seitdem intensiv und hat es erfolgreich in die Strukturen der Justus-Liebig-Universität Gießen und des Fachbereichs integriert. Dies wurde auch durch wesentliche wissenschaftspolitische Veränderungen unterstützt, die ebenfalls maßgeblich durch Weidner initiiert wurden, wie zum Beispiel durch seine langjährige Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Andrologie (DGA). Als erster hauptberuflicher Dekan des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen übernimmt Weidner seit Ende des Jahres 2015 weiterhin an zentraler Stelle Verantwortung. Dieses Amt hatte er im Nebenamt bereits von 2006 bis 2009 inne. „Professor Weidner hat sich durch sein langjähriges, beständiges und uneigennütziges Engagement als Arzt, in der Wissenschaft und in der Forschungspolitik herausragende Verdienste erworben“, sagte Bouffier. Seit 1993 ist Weidner Professor für Urologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Von 1993 bis 2015 war er Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der nicht invasiven Behandlung via Lasertechnik von Blasen- und Nierenkrebs sowie Prostata-Erkrankungen. Engagiert weit über die Klinik hinaus Weidners Aktivitäten gehen weit über die Klinik hinaus. Er engagiert sich seit geraumer Zeit in nationalen und internationalen Fachgremien. Von 2011 bis 2015 wirkte er ehrenamtlich als Vizepräsident der von Behring-Röntgen-Stiftung. Seit dem Jahr 2015 gehört er dem Kuratorium der Stiftung an. Er übt zahlreiche Ehrenämter und Funktionen aus, etwa in der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU). Seit 1993 engagiert er sich in der Europäischen Akademie für Andrologie (EAA). Im Jahr 1998 war Weidner Mitglied eines Arbeitskreises des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer, der die „Richtlinien zur Durchführung der assistierten Reproduktion“ erarbeitete. Auch in der Landesärztekammer Hessen war und ist Weidner aktiv. Von 2004 bis 2013 war er Mitglied im Krankenhausausschuss der Landesärztekammer. Von 2007 bis 2013 amtierte er als DGA-Präsident. „Darüber hinaus unterstreicht die umfangreiche wissenschaftliche Publikationstätigkeit auf eindrucksvolle Weise Professor Weidners akademische Exzellenz und die internationale Ausstrahlung seiner Forschungsaktivitäten. Er war auch Mitherausgeber und Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Beiräten von urologischen Fachzeitschriften“, sagte der Ministerpräsident. Bedeutender Einfluss auf die Andrologie innerhalb der Urologie Herausragende Verdienste habe sich Weidner vor allem auch in der Fort- und Weiterbildung erworben, hieß es weiter. Als Vorsitzender des Arbeitskreises Andrologie der DGU von 1989 bis 1993 war er für die Koordination der gesamten andrologischen Forschung der deutschen Urologen verantwortlich. Seit 2005 ist Weidner Ehrenmitglied der Ungarischen Gesellschaft für Urologie. 2014 wurde er von der Staatlichen Universität Moskau zum Honorarprofessor ernannt. Für seine besonderen Verdienste im Bereich der Fort- und Weiterbildung erhielt der 70-Jährige von der DGU im Jahr 2000 den Felix Martin Oberländer-Preis. Weitere Auszeichnungen waren unter anderem der Urologisch-Andrologische Preis der Türkischen Gesellschaft für Urologie (2009), der Preis der Semmelweis-Universität Budapest (2010) sowie die Maximilian-Nitze-Medaille (2015), die höchste Auszeichnung der DGU. „Professor Weidner hat sich durch sein langjähriges, beständiges und uneigennütziges Engagement als Arzt, in der Wissenschaft und in der Forschungspolitik herausragende Verdienste erworben. Die Ergebnisse dieser Leistungen sind für die Allgemeinheit von großem Nutzen. Dieses herausragende Engagement wird mit der Auszeichnung mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt“, sagte der Hessische Ministerpräsident und gratulierte. (Hessische Staatskanzlei / ms)
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