Welchen Nutzen bringt Acetylsalicylsäure bei stabiler Atherosklerose?

Arteriosklerose
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Acetylsalicylsäure (ASS) ist laut einer beobachtenden Analyse ambulanter Patienten mit stabiler Atherosklerose nur bei jenen mit vorangegangenem ischämischen Ereignis geringfügig von Vorteil. Bei Patienten ohne vorheriges ischämisches Ereignis zeigte sich hingegen kein offenkundiger Nutzen, berichten die REACH Registry Investigators.

REACH steht für „Reduction of Atherothrombosis for Continued Health”. Die Autoren um Anthony A. Bavry von der University of Florida in Gainesville hatten Patienten aus diesem Register danach eingeteilt, ob sie zuvor ein ischämisches Ereignis erlitten hatten (n=21.724) oder eine stabile Atherosklerose hatten, ohne vorheriges ischämisches Ereignis (n=11.872). Die Analysen wurden nach dem Propensity-Score gematcht.

Bei jedem Besuch in der Klinik wurde die Einnahme von ASS aktualisiert und als zeitlich variierende Kovariate betrachtet. Als primären Endpunkt hatten die Autoren das erste Auftreten von kardiovaskulärem Tod, Myokardinfarkt oder Schlaganfall definiert. Sie stellten fest, dass in der Gruppe mit vorherigem ischämischen Ereignis die ASS-Einnahme mit einem geringfügig geringeren Risiko für den primären Endpunkt bei einem Median von 41 Monaten einherging (Hazard Ratio [HR] 0,81; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 0,65–1,01; P=0,06). In der Gruppe der Patienten, die kein vorheriges ischämisches Ereignis erlitten hatten, war der ASS-Gebrauch hingegen bei einem Median von 36 Monaten nicht mit einem niedrigeren Risiko für den primären Endpunkt assoziiert (HR 1,03; 95 %-KI 0,73–1,45; P=0,86).


Autoren:
Bavry AA et al.
Korrespondenz: [email protected]
Studie: Aspirin and the risk of cardiovascular events in atherosclerosis patients with and without prior ischemic events
Quelle: Clin Cardiol 2017;0:1–8
Web: dx.doi.org/10.1002/clc.22724