Welt-Psoriasis-Tag 2026: Wissen und Austausch stärken Betroffene21. Oktober 2026 Symbolbild: © fusssergei – stock.adobe.com Mit Psoriasis zu leben, erfordert mehr als eine gute Therapie. Eine gemeinsame Kampagne von Patientenorganisation und Verbänden stellt Wissen und Austausch mit anderen Betroffenen in den Mittelpunkt. Wer mit Psoriasis lebt, benötigt nicht nur eine gute dermatologische Versorgung und eigenes Wissen über die Erkrankung, sondern profitiert auch von den Erfahrungen anderer Betroffener. Deshalb organisieren der Deutsche Psoriasis Bund (DPB), der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD), die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und das Ärztenetzwerk PsoNet Deutschland eine gemeinsame Aufklärungskampagne zum Welt-Psoriasis-Tag am 29.10.2026. Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland sind von dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung betroffen. „Doch die Psoriasis ist viel mehr als eine Hauterkrankung. Die Entzündung kann den gesamten Körper betreffen und viele Auswirkungen haben – körperliche, psychische und soziale“, sagt Prof. Matthias Augustin, Dermatologe aus Hamburg und Mitbegründer sowie Leiter von PsoNet Deutschland. Informiert entscheiden, vernetzt leben Doch es gibt Hilfe. Deshalb lautet das Motto der diesjährigen Kampagne: „Informieren, vernetzen, stärken“. „Wer gut über die eigene Erkrankung Bescheid weiß, kann gemeinsam mit der behandelnden Dermatologin oder dem behandelnden Dermatologen eine individuelle Therapieentscheidung treffen“, so Dr. Ralph von Kiedrowski, Präsident des BVDD. Denn die Auswahl an wirksamen Medikamenten zur Behandlung der Psoriasis ist inzwischen sehr groß. Dabei reicht eine gute Therapie jedoch nicht in jedem Fall aus. Die Psoriasis ist nach wie vor nicht heilbar und begleitet die Betroffenen ihr Leben lang. Neben dem Wissen über die Erkrankung ist deshalb auch die Vernetzung mit anderen Betroffenen ein wichtiger Aspekt der Krankheitsbewältigung. „Das Gefühl, mit all den Fragen und Belastungen nicht allein zu sein, gibt viel Kraft. Denn ihre Dermatologin oder ihren Dermatologen sehen die meisten Betroffenen vielleicht nur vier Mal im Jahr. Den Rest der Zeit müssen sie ihren Alltag selbst bewältigen“, sagt PD Dr. Thomas Rosenbach. Er ist Dermatologe und Vorsitzender des DPB, der bundesweiten Patientenorganisation für Psoriasis. Der DPB bietet vielfältige Möglichkeiten, sich unabhängig zu informieren, Selbsthilfe zu nutzen und sich zu vernetzen. Aufklärung vor Ort und online Rund um den Welt-Psoriasis-Tag 2026 finden mehrere Veranstaltungen statt. Eine Übersicht gibt es auf der Website weltpsoriasistag.de. Darüber hinaus greift die gemeinsame Social-Media-Kampagne von DPB, BVDD, DDG und PsoNet Themen zu den unterschiedlichen Facetten der Psoriasis auf. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die sichtbare und unsichtbare Krankheitslast, Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung, Begleiterkrankungen, moderne Behandlungsmöglichkeiten sowie Alltagstipps.
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