Weltkrebstag: 40 Millionen Euro für die Bekämpfung von Bauchspeicheldrüsenkrebs31. Januar 2024 Pankreaskarzinom (Abbildung: © Crystal light/stock.adobe.com) Angesichts der nach wie vor schlechten Behandlungsmöglichkeiten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs richtet die Deutsche Krebshilfe das Förderungsschwerpunktprogramm „Deutsche Allianz Pankreaskarzinom” ein. Der Weltkrebstag am 4. Februar steht in diesem Jahr erneut unter dem Motto „Versorgungslücken schließen“. Seit ihrer Gründung vor 50 Jahren setzt sich die Deutsche Krebshilfe dafür ein, die Versorgung von krebskranken Menschen immer weiter zu verbessern. Das von der Deutschen Krebshilfe nun eingerichtete Förderungsschwerpunktprogramm „Deutsche Allianz Pankreaskarzinom“ – „German Pancreatic Cancer Alliance (GPCA)“ soll die Situation für Betroffene verbessern. „In den letzten Jahrzehnten konnten durch onkologische Grundlagenforschung sowie die klinische Krebsforschung bereits beeindruckende Fortschritte in der Diagnostik und Behandlung vieler Krebserkrankungen erreicht werden,“ sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Eine Ausnahme bildet jedoch das Pankreaskarzinom. „Diese Krebsart hat nach wie vor eine sehr schlechte Prognose. Da die Erkrankung lange symptomlos bleibt, wird der Tumor oft erst entdeckt, wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist. Hinzu kommt, dass der Krebs sich schnell und aggressiv im Körper ausbreitet“, erläutert Nettekoven. Bauchspeicheldrüsenkrebs weist die niedrigste Überlebensrate unter allen Krebserkrankungen auf. Mit einem Anteil von etwa vier Prozent aller Tumorerkrankungen in Deutschland ist Bauchspeicheldrüsenkrebs verhältnismäßig selten, zählt aber bei Männern und Frauen zur vierthäufigsten Krebstodesursache. Angesichts dieser Situation ist es der Deutschen Krebshilfe nach eigener Aussage ein wichtiges Anliegen, die Bekämpfung von Bauchspeicheldrüsenkrebs strategisch, substanziell und nachhaltig voranzutreiben. Mit dem Förderungsschwerpunktprogramm GPCA soll schrittweise eine schlagkräftige, auch international sichtbare inter- und transdisziplinär ausgerichtete Forschungsallianz aufgebaut werden. „Das mit hohen finanziellen Mitteln ausgestattete Förderprogramm, das von der Größenordnung her auch für die Deutsche Krebshilfe bislang einmalig ist, soll innovative, visionäre Forschung zu Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Pankreaskarzinoms jenseits des Mainstreams ermöglichen“, erklärt Prof. Thomas Seufferlein, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum Ulm, Experte für Bauchspeicheldrüsenkrebs und Vorsitzender des Beirats der Deutschen Krebshilfe, auf dessen Initiative das neue Förderprogramm beruht. „Um die Situation für Betroffene wirklich verbessern zu können, müssen wir beim Pankreaskarzinom ganz neu und größer als bisher denken, neue Technologien entwickeln, Synergien nutzen aber auch Disziplinen außerhalb der Onkologie mit einbeziehen.“ In dem Programm sollen künftig Wissenschaftler aus dem In- und Ausland zusammengebracht werden, um Forschungsergebnisse auszutauschen. Darüber hinaus sollen gemeinsam Forschungsstrategien entwickelt und umgesetzt werden, um Antworten auf die bislang ungelösten Fragen zur Bekämpfung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zu finden. Die Deutsche Krebshilfe stellt in den nächsten fünf Jahren für dieses Programm 40 Millionen Euro bereit. Die Ausschreibung zum Förderschwerpunktprogramm wird in Kürze auf der Internetseite der Deutschen Krebshilfe unter Ausschreibungen veröffentlicht und an die wissenschaftliche und medizinische Community adressiert.
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