Weltnichtrauchertag 2026: DKG fordert konsequente Prävention durch Rauchfreiheit

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Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai unterstreicht die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) ihre Forderung nach strengeren Regulierungen für Tabak- und Vaping-Produkte und zeigt auf, warum sich ein Rauchstopp auch im hohen Alter lohnt.

Die Fachgesellschaft rechnet vor, dass Tabakrauch in Deutschland jährlich etwa 130.000 Todesfälle zur Folge hat, 42 Prozent davon durch Krebserkrankungen. Durch das Rauchen würden 16 unterschiedliche Krebsarten verursacht, wie beispielsweise Darm-, Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs. Am häufigsten ist dabei Lungenkrebs, betont die DKG. Raucher hätten darüber hinaus ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle.

Das seit dem 1. April dieses Jahres geltende Angebot eines jährlichen Lungenkrebs-Screenings als Kassenleistung für aktive und ehemalige Raucher mit hohem Risiko begrüßt die DKG ausdrücklich. Dennoch ist aus Sicht der Krebsgesellschaft weiterhin die Politik gefordert. „Rauchfreiheit ist ein zentraler Baustein der Krebsprävention“, sagt Dr. Konstanze Blatt, designierte Generalsekretärin der DKG. „Internationale Vorbilder zeigen, dass Regulierungen wirken. Trotzdem nehmen wir es aktuell hin, dass jährlich rund 53.000 Menschen an Krebserkrankungen sterben, die durch Tabakrauch verursacht werden – also vermeidbar wären.“

Wissenschaftliche Evidenz muss in Taten umgesetzt werden

Die DKG fordert die Bundesregierung auf, konsequente Schritte einzuleiten, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Dazu gehören aus Sicht der Fachgesellschaft steuerliche Maßnahmen für Tabak- und Dampfprodukte und die Ausweitung rauchfreier Zonen. Die Fachgesellschaft spricht sich für Rauchverbote insbesondere an Orten aus, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, wie Spielplätze und um Kitas und Schulen. Als weiteren notwendigen Schritt sieht die Krebsgesellschaft eine konsequente Umsetzung von Werbeverboten für Tabak- und Vaping-Produkte. Dazu zählt sie auch indirekte Werbung, insbesondere in den sozialen Medien. Schließlich fordert die DKG ein Verbot von Geschmacksstoffen in Dampfprodukten wie Vapes oder E-Zigaretten

„Wir begrüßen den aktuellen Plan der Bundesregierung, die Tabaksteuer zu erhöhen. Für mehr Prävention sollte diese Maßnahme von weiteren flankiert werden. Am Ende sollte Nichtrauchen die einfachere Wahl sein“, betont Blatt.

Rauchstopp lohnt in jedem Alter

DKG-Lungenkrebsexperte Prof. Bernd Schmidt von den DRK Kliniken Berlin weist auf die Vorteile eines Rauchstopps hin: Diese machten sich direkt im Körper bemerkbar: die Herzfrequenz und der Blutdruck normalisieren sich. Zeitgleich werde langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs gesenkt. Nach zehn Jahren sei das Lungenkrebsrisiko nur noch halb so hoch wie bei Menschen, die weiter zur Zigarette greifen. „Studien zeigen, dass es immer lohnt, mit dem Rauchen aufzuhören. Auch in der Altersklasse über 70 ist ein Rauchstopp also sinnvoll, hat positive Effekte auf die Gesundheit und verlängert das Leben“, so Schmidt.