Weltweit steigende Trends entzündlicher Beckenerkrankungen14. April 2026 Die Prävalenz entzündlicher Beckenerkrankungen durch sexuell übertragbare Infektionen nimmt in mehreren Ländern zu. (Symbolbild: © Bilal/stock.adobe.com) Entzündliche Beckenerkrankungen, verursacht durch sexuell übertragbare Infektionen (STI), sind weiterhin eine relevante globale Gesundheitsbelastung. Eine Analyse der Global-Burden-of-Disease (GBD)-Daten zeigt, dass die Prävalenz in mehreren Ländern zunimmt. Durchgeführt wurde die Studie von einem Team des Reproductive Hospital of Guangxi Zhuang Autonomous Region in Nanning. Für die Studie werteten die Forschenden Prävalenzdaten und Years Lived with Disability (YLD) aus der GBD-2021-Datenbank aus. Dabei beschränkten sie sich auf entzündliche Beckenerkrankungen im Zusammenhang mit STI (ohne HIV). Ihre Analyse zeigt, dass die altersstandardisierte Prävalenz von entzündlichen Beckenerkrankungen im Zusammenhang mit STI (ohne HIV) 2021 weltweit bei 27,02 pro 100.000 Personen und die altersstandardisierte YLD-Rate bei 3,68 pro 100.000 lag. Während die Gonorrhö-assoziierte PID rückläufig war, blieben die Trends für Chlamydien- assoziierte und andere Formen insgesamt stabil. Ein besonders deutlicher Anstieg der Prävalenz wurde in mehreren Ländern beobachtet, darunter Brasilien (geschätzte jährliche prozentuale Veränderung [EAPC] 4,19), Spanien (EAPC 3,98), Griechenland (EAPC 3,05) und Portugal (EAPC 2,76). Entzündliche Beckenerkrankungen traten am häufigsten bei Frauen im Alter von 30–34 Jahren auf und waren besonders in Ländern mit niedrigem oder niedrig-mittlerem soziodemografischen Entwicklungsindex verbreitet. Modellbasierte Prognosen deuten jedoch darauf hin, dass die Krankheitslast in den kommenden Jahrzehnten auch in Ländern mit hohem soziodemografischen Entwicklungsindex zunehmen könnte, darunter das Vereinigte Königreich, Kanada, Japan und Singapur. (nec)
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