Weniger Bauchschmerzen mit neuer Eliminationsdiät beim Reizdarmsyndrom11. September 2025 © deagreez – stock.adobe.com (Symbolbild) Eine Eliminationsdiät auf der Basis von Immunglobulin(Ig)-G-Antikörpern stellt eine noch recht neue mögliche Lösung für personalisierte Ernährungstherapien beim Reizdarmsyndrom (RDS) dar. Da bisherige Studien jedoch erhebliche methodische Einschränkungen aufwiesen, stellten sich US-amerikanische Wissenschaftler nun die Aufgabe, die Wirksamkeit einer Eliminationsdiät mithilfe eines neuartigen RDS-spezifischen IgG-Tests zu bewerten. Hierzu führten sie eine randomisierte, doppelblinde Studie durch, an der sich Personen mit RDS aus 8 Zentren beteiligten. Die Probanden hatten zuvor sowohl in einem IgG-Test auf 18 Nahrungsmittel positiv auf ≥1 Nahrungsmittel reagiert, als auch während einer 2-wöchigen Einführungsphase eine tägliche Bauchschmerzintensität zwischen 3,0 und 7,5 auf einer 11,0-Punkte-Skala gemeldet. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip entweder einer experimentellen, antikörpergeleiteten Diät oder einer Scheindiät über 8 Wochen zugeteilt. Das primäre Studienergebnis war eine ≥30%ige Abnahme der Bauchschmerzintensität in ≥2 der letzten 4 Wochen des Behandlungszeitraumes im Rahmen der Studie. Von 238 randomisierten Probanden mit RDS wurden 223 in die modifizierte Intention-to-Treat-Analyse einbezogen. Ein signifikant größerer Anteil aus der experimentellen Diätgruppe erreichte den primären Endpunkt als aus der Scheindiät(Sham)-Gruppe (59,6 vs. 42,1%; p=0,02). Eine anschließende Untergruppenanalyse ergab, dass in der experimentellen Diätgruppe ein deutlich höherer Anteil der Probanden mit RDS vom Obstipationstyp (RDS-O) bzw. vom Mischtyp (bzgl. der Stuhlgewohnheiten, RDS-M) den primären Endpunkt erfüllte als in der Sham-Gruppe (67,1 vs. 35,8% bzw. 66 vs. 29,5%). Fazit Teilnehmer, die eine IgG-geleitete Eliminationsdiät erhielten, erreichen demnach mit größerer Wahrscheinlichkeit den primären Endpunkt als diejenigen unter der Schein-Eliminationsdiät. Eine Subgruppenanalyse deutet auf einen stärkeren Nutzen für Personen mit einem RDS-O und einem RDS-M hin. Laut den Studienärzten unterstreiche dies die potenzielle Wirksamkeit einer personalisierten Eliminationsdiät, die auf dem neuartigen RDS-spezifischen IgG-Assay basiert. Jedoch sei eine größere Studie noch erforderlich, um diese Beobachtungen weiter zu validieren. (bi) Autoren: Singh P et al. Korrespondenz: Prashant Singh; [email protected] Studie: A Novel, IBS-Specific IgG ELISA-Based Elimination Diet in Irritable Bowel Syndrome: A Randomized, Sham-Controlled Trial Quelle: Gastroenterology 2025;168(6):1128–1136.e4. Web: https://doi.org/10.1053/j.gastro.2025.01.223
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