Wenn der Hund plötzlich ständig Durst hat: Diabetes erkennen und behandeln10. November 2025 Trinkt ein Hund häufiger als sonst, kann dies auf Diabetes hindeuten. Foto: © iStock/dimarik Nicht nur Menschen können an Diabetes mellitus erkranken, auch Haustiere sind betroffen. Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) weist darauf hin, dass Diabetes sogar zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen in der Kleintiermedizin gehört. Auch Hunde können im Laufe ihres Lebens die sogenannte „Zuckerkrankheit“ entwickeln. Zum Weltdiabetestag am 14. November sollten Hundehaltende für die wichtigsten Warnsignale sensibilisiert sein. Aber auch Zuversicht haben: Früh erkannt ist die Erkrankung gut behandelbar. Anzeichen rechtzeitig deuten Die typischen Symptome sind auf den ersten Blick unspezifisch und können übersehen werden: vermehrtes Trinken, häufiges Wasserlassen, gesteigerter Appetit bei gleichzeitigem Gewichtsverlust, allgemeine Schwäche oder ein stumpfes Fell. Auch eine Trübung der Augenlinse (Grauer Star) kann ein Hinweis sein. Treten solche Veränderungen auf, sollte das Tier unbedingt tierärztlich untersucht werden. Eine einfache Blut- oder Urinuntersuchung liefert schnell Klarheit. Ursache: Insulinmangel Im Gegensatz zum Menschen, bei dem Diabetes oft in zwei Typen unterschieden wird, erkranken Hunde fast ausschließlich an Typ 1. Dabei produziert die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin mehr. Ohne dieses Hormon kann Zucker aus dem Blut nicht in die Zellen transportiert werden, der Körper verliert seine wichtigste Energiequelle. Behandlung – mit Disziplin machbar Die Therapie besteht in der Regel aus einer lebenslangen Insulinbehandlung, die von den Tierhaltenden nach tierärztlicher Einweisung zu Hause durchgeführt wird. Anfangs erfordert die Einstellung Geduld und enge Kontrollen, bis die richtige Dosis gefunden ist. Viele Hunde sind nach einigen Wochen jedoch stabil und können ein fast normales Leben führen. Unterstützend helfen eine angepasste Fütterung mit speziellen Diätfuttermitteln, regelmäßige Bewegung und eine konsequente Routine im Alltag. Wie aufwändig ist das im Alltag? Eine Diabetesbehandlung bedeutet Verantwortung – aber sie ist machbar. Nach der Eingewöhnungsphase gehört die Insulinspritze für viele Halterinnen und Halter einfach zum Tagesablauf, ähnlich wie das Gassi gehen. Hilfreich ist es, ein kleines „Diabetes-Tagebuch“ zu führen, um Wasseraufnahme, Appetit und Aktivität im Blick zu behalten. Fazit Auch wenn die Diagnose Diabetes zunächst erschreckt: Mit Geduld und guter tierärztlicher Betreuung lässt sich die Krankheit so managen, dass betroffene Hunde lange aktiv und lebensfroh bleiben. Der Schlüssel liegt in der engen Zusammenarbeit zwischen Tierarztpraxis und Tierhaltenden.
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