West-Nil-Virus tritt 2026 bisher nur moderat auf in Deutschland15. September 2026 (Symbolbild) Foto: © Marco – stock.adobe.com Im Gegensatz zu den deutlichen WNV-Infektionsgeschehen in den südeuropäischen Ländern, wie z.B. Italien, Griechenland und Spanien oder auch vermehrten Infektionsfällen in Belgien oder den Niederlanden, registriert das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) derzeit in Deutschland bisher eine geringe Anzahl von nachgewiesenen WNV-Infektionen. In dieser Saison sind bis zum 3. September 2026 nur zwei Fälle bei Pferden und fünf Fälle bei Wild- und Zoovögeln vom Nationalen Referenzlabor für West-Nil-Virus-Infektionen (WNV) am FLI bestätigt worden, wie das FLI Anfang September mitteilte. Dabei konzentrieren sich drei Nachweise auf den Rhein-Neckar-Kreis. Die anderen Nachweise kommen aus Berlin, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt, welche als bekannte Endemiegebiete jährlich wiederkehrende Infektionen verzeichnen. Weiterhin wurden bisher zwei humane Fälle in Deutschland als lokal erworbene West-Nil-Fieber-Infektionen vom Robert Koch-Institut (RKI) bestätigt. Ein Fall in Rheinland-Pfalz, wo es in den Vorjahren bereits vereinzelte WNV-Nachweise in den Tieren gab, und ein Fall aus Berlin. WNV und Shamonda-Virus als Differenzialdiagnosen auf dem Schirm haben Wie in den Vorjahren ist derzeit mit weiteren Erkrankungsfällen bei Vogel und Pferd sowie einer weiteren regionalen Ausbreitung dieser Infektion innerhalb Deutschlands zu rechnen. Deshalb sollte eine mögliche Infektion mit West-Nil-Virus als wichtige Differenzialdiagnose bei einer neurologischen Symptomatik von Vogel und Pferd abgeklärt werden, empfiehlt das FLI. Allerdings scheint für die derzeitige Häufung von klinisch neurologisch erkrankten Pferden nicht nur eine Infektion mit WNV in Frage zu kommen. Eventuell könnte auch eine Infektion mit dem neu eingeschleppten europäischen Shamonda-Virus (SHAV) die Ursache sein, so das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Aktuelle Untersuchungen des FLI weisen auf zwei unabhängige Eintragsereignissen nach Deutschland hin, die sich in manchen Bundesländern bereits überschneiden. Noch sind hierbei viele Fragen offen. In Zusammenarbeit mit den Landesuntersuchungsämtern, den Veterinärbehörden, den Privatlaboren und einzelnen Pferdekliniken arbeitet das FLI institutsübergreifend intensiv daran, die Auswirkungen des neuen Virus und die Krankheitsentstehung beim Pferd besser zu verstehen. Weitere Informationen zum Shamonda-Virus stellt das FLI auf der entsprechenden Themenseite zur Verfügung. Zur FLI-Tierseuchenseite Shamonda FLI FAQ: Shamonda-Virus Zur FLI-Tierseuchenseite West-Nil-Virus Robert Koch-Institut
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