Westliche Ernährung begünstigt Divertikulitis28. Juni 2017 Foto: © Alexander Raths – fotolia.com In einer prospektiven Kohortenstudie mit 46.295 Männern hat sich gezeigt, dass eine Ernährung nach in der westlichen Welt üblichem Muster mit einem erhöhten Risiko für eine Divertikulitis assoziiert ist. Verwendet wurden für die aktuelle Arbeit Informationen aus der Health Professionals Follow-up Study. Jeder Studienteilnehmer machte bei Eintritt in die Studie detaillierte Angaben zu Erkrankungen und seinen Ernährungsgewohnheiten. Männer, die in den alle 2 Jahren verschickten Follow-up-Fragebögen angaben, dass inzwischen bei ihnen eine Divertikulitis aufgetreten war, erhielten einen ergänzenden Fragebogen. Mittels eines validierten Instrumentes zur Erhebung der Nahrungsmittelhäufigkeit wurden alle 4 Jahre Ernährungsinformationen gesammelt. In einer Analyse nach den Hauptkomponenten wurde zwischen einer westlichen (viel rotes Fleisch, raffiniertes Getreide, Milchprodukte mit hohem Fettanteil) und einer sorgsamen Ernährung (viel Obst, Gemüse und Vollkorn) unterschieden. Der Follow-up umfasste den Zeitraum vom Datum des Posteingangs des ersten Fragebogen bis zur Diagnose einer Divertikulitis, einer Divertikulose oder Blutungen von Divertikeln oder – falls keines dieser Ereignisse eintrat – bis zum 31. Dezember 2012. Während 894.468 Personenjahren im Follow-up wurden 1063 neu aufgetretene Fälle von Divertikulitis festgestellt. Nach Adjustierung der Ergebnisse in Bezug auf andere Risikofaktoren wurde für Männer aus der Quintile mit dem höchsten Score für eine westliche Ernährung eine multivariate Hazard Ratio (HR) von 1,55 (95%-Konfidenzintervall KI 1,29-1,99) für Divertikulitis im Vergleich zu Männern aus der niedrigsten Quintile errechnet. Hohe gegenüber niedrigen Scores für eine vernünftige Ernährung waren mit einem geringeren Divertikultitsrisiko assoziiert (multivariate HR 0,74; 95%-KI 0,60-0,91). Der Zusammenhang zwischen den Ernährungsmustern und einer Divertikulitis ließ sich der Arbeitsgruppe um Erstautorin Dr. Lisa Strate vom Harborview Medical Center in Seattle zufolge vor allem auf den Konsum von zu wenig Ballaststoffen und zu viel rotem Fleisch zurückführen. Autoren: Strate LL et al. Korrespondenz: Dr. Lisa L. Strate, Harborview Medical Center, 325 9th Avenue, Box 359773, Seattle, WA 98104, USA; [email protected] Studie: Western Dietary Pattern Increases, and Prudent Dietary Pattern Decreases, Risk of Incident Diverticulitis in a Prospective Cohort Study Quelle: Gastroenterology 2017;152(5):1023–1030. Web: www.gastrojournal.org
Mehr erfahren zu: "Primärversorgung in der Apotheke? – Eine „abwegige Idee“" Primärversorgung in der Apotheke? – Eine „abwegige Idee“ Während die Apotheker zugunsten einer „schnelleren und effizienteren Versorgung“ Kompetenzen in der Primärversorgung für sich geltend machen, erteilen Ärzteverbände der „Primärversorgung light“ in der Apotheke eine „klare Absage“.
Mehr erfahren zu: "Diabetische Nephropathie: Probiotisches Bakterium könnte zur Linderung beitragen" Weiterlesen nach Anmeldung Diabetische Nephropathie: Probiotisches Bakterium könnte zur Linderung beitragen Der probiotische Stamm Lactobacillus rhamnosus CMU-pb-7 kann die diabetische Nephropathie (DN) wirksam lindern. Das zeigten Forscher aus Guangzhou (China) in einem durch fettreiche Ernährung und Streptozotocin induzierten Rattenmodell.
Mehr erfahren zu: "Rahmenbedingungen für Organspende in Deutschland: Bündnis ProTransplant reicht Verfassungsbeschwerde ein" Rahmenbedingungen für Organspende in Deutschland: Bündnis ProTransplant reicht Verfassungsbeschwerde ein Anlässlich des diesjährigen Tages der Organspende (6. Juni) werben Organisationen und Ländervertreter erneut für die Widerspruchslösung und unterstreichen den anhaltenden Mangel an Spenderorganen in Deutschland. Das Bündnis ProTransplant zieht wegen […]