Wider urologische Fake News: DGU lobt Medienpreis 2021 aus23. Februar 2021 So vielfältig wie die eingesetzten Medien sind die Themen der Urologie. Foto: photokozyr – stock.adobe.com Mit der achten Auflage ihres Medienpreises will sich die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) gegen die Verbreitung falscher Sachverhalte stemmen und fundierte Berichterstattung fördern. Mehr Fake als urologische Fakten: Die populärsten Beiträge in den sozialen Medien zu urologischen Tumoren, vor allem zu Prostatakrebs, basierten in einer US-Studie zum großen Teil auf falschen oder irreführenden Informationen. Fake-News-Beiträge verbreiteten sich 28-mal häufiger als korrekte Berichte. „Diese Ergebnisse einer Studie der Universität in Loma Linda in Kalifornien zeigen deutlich, dass wir ein Gegengewicht gegen die fragwürdige Informationsflut auf Facebook, Twitter und Co. brauchen. Eine seriöse und verständliche Berichterstattung ist für die verlässliche gesundheitliche Aufklärung der Menschen wichtiger denn je“, sagt Prof. Christian Wülfing, Pressesprecher der DGU. Die Fachgesellschaft fördert deshalb erneut herausragende Beiträge zu urologischen Erkrankungen in den Publikumsmedien und hat ihren Medienpreis Urologie zum achten Mal in Folge ausgeschrieben. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert und wird im Rahmen des 73. DGU-Kongresses im September 2021 verliehen. Wie im Vorjahr ist der bekannte Medienprofi Dr. Hajo Schumacher prominentes Jurymitglied. Breites Themenspektrum An potenziellen Themen für die Wettbewerbsbeiträge mangelt es angesichts der Vielzahl von urologischen Erkrankungen bei Männern, Frauen und Kindern nicht. So werden in der Urologie rund ein Viertel aller Tumorerkrankungen in Deutschland behandelt: Mit dem Prostatakarzinom zählt die häufigste Krebserkrankung des Mannes dazu, außerdem Tumoren von Nieren, Harnblase, Hoden und Penis. Harnsteinerkrankungen, die vergrößerte Prostata und Inkontinenz sind Volkskrankheiten, unter denen Millionen Menschen leiden. Andrologische Themen rund um die männliche Fruchtbarkeit, Impotenz, urogenitale Fehlbildungen, kinderurologische Erkrankungen wie Phimose oder Hodenhochstand gehören, ebenso wie die Nierentransplantationen und die Nierenlebendspende, zur Vielfalt des Faches. Die Männergesundheit, anfangen von der HPV-Impfung für Jungen über die Jungensprechstunde bis zur Früherkennung des Prostatakarzinoms mittels PSA-Test, bewegt die Gemüter immer aufs Neue, ohne bisher den notwendigen Stellenwert in der Versorgung zu erhalten. Aber auch seltene Erkrankungen wie die unheilbare Interstitielle Cystitis (IC) oder das Klinefelter-Syndrom bieten relevanten Stoff für den Journalistenwettbewerb. Nicht zuletzt sind der Einsatz von Roboterchirurgie und künstlicher Intelligenz hochaktuelle Themen in der Urologie. Die publizistischen Beiträge der bisherigen PreisträgerInnen, haben nach Ansicht der DGU urologisches Wissen einem breiten Publikum in herausragender Weise vermittelt. Wettbewerbsbeiträge müssen bis zum 31. Juli 2021 samt Kontaktdaten des Autors oder der Autorin sowie des Datums der Veröffentlichung oder der Ausstrahlung schriftlich – postalisch oder online – übermittelt werden an: Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V., Stichwort „Medienpreis Urologie 2021“, Uerdinger Str. 64, 40474 Düsseldorf, E-Mail: [email protected] Für weitere Fragen steht die DGU-Pressestelle unter Tel. 040-79140560 zur Verfügung. (DGU/ms)
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