Wie kann Naturheilkunde die Krebstherapie unterstützen?29. März 2022 Foto: ©Sebastian Duda – stock.adobe.com Der Fachbereich Integrative Medizin an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Universitätsklinikums Ulm (UKU) sucht Studienteilnehmer, die ihre onkologische Behandlung durch naturheilkundliche Verfahren unterstützen möchten. Am Beratungsprogramm CCC-integrativ beteiligen sich die vier Tumorzentren in Baden-Württemberg. Ob Yoga, Qigong, Akupunktur oder pflanzliche Arzneimittel – das Angebot ist groß, wenn es um komplementäre naturheilkundliche Krebsmedizin geht. Welche dieser komplementären Therapien sind neben einer Behandlung mit konventionellen schulmedizinischen Methoden aber tatsächlich sinnvoll? Und welche Risiken bestehen mit Blick auf Wechselwirkungen zur Chemotherapie? Um onkologische Patienten noch besser aufklären und beraten zu können, beteiligt sich das Universitätsklinikum Ulm an dem Beratungsprogramm CCC-integrativ in Kooperation der vier baden-württembergischen Tumorzentren (Comprehensive Center Centers, CCC) in Tübingen, Heidelberg, Freiburg und Ulm.Vor etwa einem Jahr ist das Programm angelaufen. Es erforscht die evidenzbasierte Beratung von Krebspatienten im Bereich komplementäre Medizin und Pflege (KMP). Ziel des Programms ist es, Patienten in den ersten sechs Monaten nach ihrer Krebsdiagnose individuell zu Chancen und Risiken von KMP zu beraten. „Patientinnen und Patienten, die an unserer Studie teilnehmen, erhalten innerhalb von drei Monaten mindestens drei umfangreiche und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Beratungen. Diese werden von interprofessionellen Teams aus speziell geschulten Pflegenden sowie Ärztinnen und Ärzten durchgeführt“, erklärt Prof. Klaus Kramer das Vorgehen der Studie. Er leitet den Fachbereich Integrative Medizin an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des UKU und verantwortet das Projekt CCC-integrativ in Ulm. „Die Patientinnen und Patienten sollen dann selbstständig entscheiden können, ob und wenn ja welche KMP sie in Anspruch nehmen wollen“, beschreibt Kramer den Ansatz. „Wir erhoffen uns von dem Programm eine Verbesserung der Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten, indem wir ihre Gesundheitskompetenz und ihre Selbstwirksamkeit stärken“, so der in Ulm stellvertretende Studienleiter Dr. Christian Raff. „Wir erhalten sehr viel positives Feedback von den Personen, die bereits an der Studie teilgenommen haben. Um die Aussagekraft der Ergebnisse weiter zu erhöhen, freuen wir uns, wenn sich noch mehr Patientinnen und Patienten an der Studie beteiligen“, so Raff weiter. Das Beratungsprogramm wurde interprofessionell, das heißt von Ärzten und Pflegenden gemeinsam, entwickelt. Auch die Erstberatungen werden immer von einem Arzt bzw. einer Ärztin sowie einer Pflegefachperson gemeinsam geführt. Onkologische Patienten, die am Universitätsklinikum Ulm behandelt werden und sich für eine Teilnahme an dem Programm interessieren, können sich an den Fachbereich integrative Medizin wenden.Kontakt:Universitätsklinikum UlmKlinik für Allgemein- und ViszeralchirurgieFachbereich Integrative MedizinWaltraut KmietschakTel.: 0731-500 53550[email protected] oder [email protected]Weitere Informationen:CCC integrativ am UKU: https://bit.ly/37UL6bb
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