Wirtschaftliche Stimmung in der Ärzteschaft wieder schlechter17. Juli 2023 Quelle: Stiftung Gesundheit Nach dem leichten Aufwärtstrend zum Jahresbeginn hat sich die wirtschaftliche Stimmung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wieder verschlechtert. Das zeigt das Stimmungsbarometer der Stiftung Gesundheit. Das Stimmungsbarometer (früher Medizinklimaindex) ist im zweiten Quartal 2023 auf einen Wert von -31,3 gesunken. Der Großteil stufte sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate negativ ein. „Das ist einer der niedrigsten Werte seit dem Beginn unserer Befragung vor über 15 Jahren“, berichtet Prof. Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit. Verschlechtert hat sich die Stimmung in allen ärztlichen Fachgruppen – am stärksten bei den Hausärzten, am geringsten bei den Psychologischen Psychotherapeuten. Gesetze, Personalsituation oder Digitalisierung: Neue Hintergrundfrage zeigt Ursachen für Stimmungsentwicklung Um die ausschlaggebenden Faktoren für die Stimmungsentwicklung in der Ärzteschaft zu identifizieren, hat die Stiftung Gesundheit eine neue Frage ergänzt: Sie beleuchtet, wie sich einzelne Bereiche auf die Arbeitssituation auswirken. „Gleich bei der ersten Abfrage zeigt sich ein sehr interessantes Bild“, sagt Obermann: „Fast drei Viertel der Ärzteschaft (72,0 Prozent) geben an, dass sich politische Entscheidungen, gesetzliche Regelungen und/oder Vorgaben von Kammern und KVen negativ auf ihre Arbeitssituation auswirken. Damit liegt dieser Faktor mit deutlichem Abstand vorn, alle anderen kommen auf weniger als 50 Prozent.“ Medizinklimaindex heißt jetzt Stimmungsbarometer Diese Studienreihe der Stiftung Gesundheit, die bisher als „Medizinklimaindex“ bekannt war, hat mit der aktuellen Ausgabe einen neuen Namen bekommen: Nach 17 Jahren heißt sie nun Stimmungsbarometer. „Dieser Begriff macht auf Anhieb verständlich, worum es in der Erhebung geht: Wir zeigen auf, wie die Stimmung der Niedergelassenen derzeit ist und ob sie mit Zuversicht oder Sorge in die Zukunft blicken“, so Obermann. Künftig sollen auch Ursachen stärker in den Blick genommen werden: Eine zusätzliche Frage gebe Teilnehmenden die Möglichkeit, den Einfluss verschiedener Faktoren auf ihre Arbeitssituation zu bewerten, so Obermann weiter.
Mehr erfahren zu: "Forschende wollen frühere Asthmadiagnose ermöglichen" Forschende wollen frühere Asthmadiagnose ermöglichen Obwohl Asthma die häufigste chronische Krankheit im Kindesalter ist, lässt es sich mit heutigen Tests erst ab einem Alter von fünf Jahren diagnostizieren. Forschende der Empa und des Universitäts-Kinderspitals Zürich, […]
Mehr erfahren zu: "Anhaltende Beschwerden nach Atemwegsinfektionen sind nicht selten – über verschiedene Erreger hinweg" Anhaltende Beschwerden nach Atemwegsinfektionen sind nicht selten – über verschiedene Erreger hinweg Auch nach der Pandemie sind langanhaltende Beschwerden nach Atemwegsinfektionen keine Seltenheit. Dabei tritt ein solches postakutes Infektionssyndrom (PAIS) nach Infektionen mit dem Coronavirus, Influenza und anderen Atemwegserregern in ähnlicher Häufigkeit […]
Mehr erfahren zu: "Erkältungsvirus führt zu seltenen Blutgerinnseln" Erkältungsvirus führt zu seltenen Blutgerinnseln Ein internationales Forschungsteam hat bei einem Kind in Österreich laut eigenen Angaben erstmals die auslösende Variante des humanen Adenovirus Typ 3 als Ursache lebensbedrohlicher Blutgerinnsel identifiziert.