Wundheilungsbeschleunigung: Epitheliale Stammzellen besitzen inflammatorisches Gedächtnis27. Juni 2018 © Henrik Dolle – fotolia.com Die Hautbarriere bildet die erste Verteidigungslinie unseres Körpers gegen Angriffe aus unserer unmittelbaren Umwelt und wird durch epitheliale Stammzellen aufrechterhalten. Ungeachtet der Anfälligkeit und Vulnerabilität der epithelialen Stammzellen auf inflammatorischen Stress, werden weder die erste Antwort auf die Inflammation noch die Folgeschäden richtig und umfassend verstanden. Ein Team US-amerikanischer Zellbiologen schreibt in einer kürzlich in „Nature“ veröffentlichten Untersuchung über das verlängerte Gedächtnis epithelialer Stammzellen bei akuter Inflammation: Durch dieses „Gedächtnis“ wird es den epithelialen Stammzellen von Mäusen ermöglicht, die Hauterneuerung nach Gewebeschädigungen zu beschleunigen. Diese funktionale Adaption verlangt zum Funktionieren nicht nach der Anwesenheit von hautbesiedelnden Makrophagen oder T-Zellen. Stattdessen erhalten die epithelialen Stammzellen die chromosomale Anbindung aufrecht, und zwar anhand der „key stress response genes“, die durch den primären Schlüsselreiz aktiviert werden. Bei einer zweiten Provokation werden die Gene, die von diesen Domänen reguliert werden, schneller transkribiert. Dieses „Gedächtnis“ wird durch Aim2 befeuert, welches einen Aktivator des Inflammasoms codiert. Die Abwesenheit von Aim2 oder seiner nachgeschalteten Steuerungsmoleküle, Caspase-1 oder Interleukin-1β, tilgt die Fähigkeit der epithelialen Stammzellen, sich an die Inflammation zu erinnern. Obwohl die epithelialen Stammzellen durch Erhöhung ihrer Empfänglichkeit für nachfolgende Stressoren von der inflammatorischen Abstimmung profitieren, erhöht diese gesteigerte Sensitivität möglicherweise ihre Anfälligkeit für Autoimmunkrankheiten und hyperproliferative Erkrankungen, wie etwa Krebs.
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