Wundversorgung: Einsatz von Kaltplasma-Therapie macht Liegezeiten besser planbar13. August 2023 © Coldplasmatech GmbH Bei der Kaltplasmatherapie mit aktiver Wundauflage wird ein CPT®Patch auf die Wundoberfläche gelegt und versetzt die zwischenliegende Luft automatisch mithilfe von kaltem, physikalischem Plasma in einen energetisch aktiven Zustand mit antimikrobieller und -mykotischer Wirkung. Dies geschieht tiefen- und größenunabhängig und das selbst für Wunden, die bisher als nicht therapierbar galten. Auf diese Weise lassen sich die Liegezeiten der Patienten sowie der Aufwand für das Personal bei der Wundversorgung in Kliniken reduzieren. Mehr als vier Millionen Patienten leiden laut Angaben des Bundesverband Medizintechnologie e.V. jährlich unter chronischen Wunden, die durch Krankheitsbilder wie das diabetische Fußsyndrom, Druckulzera oder Infektionen mit multiresistenten Keimen hervorgerufen werden. Schwere Befunde erfordern eine stationäre Behandlung, die das Budget der versorgenden Kliniken stark belastet. Denn um die Sterilität der Wunden zu gewährleisten und eine fortschreitende Infektion zu verhindern, wird neben der bloßen Arbeitszeit für das Pflegepersonal auch viel Material für Verband und Reinigung wie Mullbinden, Spüllösungen oder Salben benötigt. Hinzu kommt, dass sich die Liegezeiten der betroffenen Patienten nur schwer einschätzen lassen, da die hartnäckigen chronischen Wunden sehr unterschiedlich auf das etablierte Wundmanagement ansprechen. Diese Langzeittherapie im Krankenhaus, die aufgrund der begrenzten Möglichkeiten häufig lediglich auf eine Versorgung, nicht jedoch auf einen Wundverschluss und damit eine komplette Heilung abzielt, ist zeitaufwändig und fordert die medizinische Belegschaft dauerhaft und intensiv. Die Coldplasmatech GmbH geht dabei in Zusammenarbeit mit ausgewählten Kliniken einen etwas anderen Weg. „Das klassische Wundmanagement soll häufig primär versorgen und kann die mögliche Heilung dadurch sogar noch hinauszögern“, erklärt Dr. Carsten Mahrenholz. „Unsere Kaltplasmatherapie ermöglicht dagegen oftmals einen dauerhaften Verschluss der Wunde, da die Wirkung tiefen- und größenunabhängig ist. Sie wird ergänzend zur klassischen Wundversorgung eingesetzt.“ Personalentlastung durch vollautomatisches Behandlungsverfahren Bei dem System kommt die patentierte Active Glow Technologie zum Einsatz: Zwischen den Patches als Wundauflagen und der Wunde selbst werden mithilfe von kaltem Plasma besondere Sauerstoff- und Stickstoffspezies sowie Ionen erzeugt, die eine antimikrobielle und antimykotische Wirkung besitzen und damit wundheilungsfördernd sind. Dabei wird die Haut zudem besser mit Nährstoffen versorgt, was ebenfalls zur Genesung beiträgt. Die Behandlung wird über den CPT®Cube als zentrale Steuerstelle in Gang gesetzt. „Ist das CPT®Patch auf der Wunde angebracht, reicht ein Knopfdruck am CPT®Cube aus, damit die Kaltplasmaversorgung der Wunde ganz von selbst abläuft – und das in nur zwei Minuten“, erklärt Mahrenholz. Die Therapie muss also nicht über einen längeren Zeitraum hinweg überwacht oder selbst durchgeführt, sondern lediglich nach vorherigem Debridement einmal pro Anwendung initiiert werden. Dadurch sinkt der Behandlungsaufwand für die Belegschaft und ein effektives Wundmanagement lässt sich auch bei knapper Personaldecke realisieren. Die Kaltplasmatherapie ist im Bereich der Wundversorgung keine Neuheit, doch die CPT®Patches selbst bringen einen entscheidenden Vorteil: Bei der gängigen Anwendung von Kaltplasmatherapie muss der behandelnde Arzt nach und nach eine Art Stift über jede einzelne Stelle der Wunde führen, was enorme Konzentration erfordert“, erläutert Manfred Mieskes. „Zudem ist so eine Art der Behandlung je nach Größe und Tiefe der Läsion manchmal gar nicht möglich oder nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.“ Aufgrund der Durchführung per Hand wird das Kaltplasma ungleichmäßig verteilt und es ist notwendig, bestimmte Passagen mehrmals zu befahren. Mit den schlüssig auf der Wundfläche liegenden Patches hingegen gelangt das kalte Plasma gleichmäßig an jede einzelne betroffene Stelle ohne ein Entweichen sowie fluktuierende Konzentration befürchten zu müssen. Somit wird die gesamte Wundoberfläche gleichzeitig behandelt, was den zuständigen Arzt entlastet. „Die Patienten sehen so nach jahrelangem Leiden endlich einem Wundverschluss oder zumindest wesentlicher Besserung in absehbarer Zeit entgegen“, so Mahrenholz. Dadurch rückt für viele Betroffene ein Stück Lebensqualität wieder in greifbare Nähe. Der Klinik wiederum verschafft die Therapieart zuverlässigere Ergebnisse und Planungssicherheit.
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