Zahlreiche Preise und Auszeichnungen beim 73. DGU-Kongress

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Beim jährlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) wird stets ein bunter Strauß an Preisen und Auszeichnungen verliehen – so auch dieses Jahr in Stuttgart. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung.

Mit der höchsten Auszeichnung der DGU, der Maximilian-Nitze-Medaille für besondere Verdienste für das Fach Urologie, wurde in Stuttgart Prof. Urs Studer, Bern (Schweiz), geehrt. Prof. Derya Tilki, Hamburg, erhielt mit dem Maximilian-Nitze-Preis die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der Fachgesellschaft. Zu korrespondierendemn Mitgliedern ernannte die DGU Prof. Peter Black, Vancouver (Kanada) und Prof. James Catto, Sheffield (Großbritannien). Dem vormaligen DGU-Präsidenten Prof. Jens Rassweiler wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen (wir berichteten). Mit dem Ritter-von-Frisch-Preis wurde Prof. Sabine Kliesch, Münster, geehrt.

Den Winfried-Vahlensieck-Preis erhielten Prof. Andreas Gross und PD Dr. Christopher Netsch, Hamburg, sowie PD Dr. Giuseppe Magistro, München. Dem Münchner wurde außerdem für seine Arbeit “High-throughput antibiotic susceptibility testing of uropathogenic bacteria using Raman spectroscopy” der Urologia-internationalis-Preis zuerkannt. Dr. Malte Vetterlein, Hamburg, wurde mit dem Rudolf-Hohenfellner-Preis ausgezeichnet. Der Felix-Martin-Oberländer-Preis ging an Prof. Tilman Kälble, Fulda, und Prof. Stephan Roth, Wuppertal. Mit dem Dora-Teleky-Preis wurden PD Dr. Angelika Borkowetz, Dresden, und Assoz. Prof. PD Dr. Isabel Heidegger-Pircher, Innsbruck (Österreich) ausgezeichnet. Die Assistenzärzte-Organisation German Society of Residents in Urology (GeSRU) vergab ihren Ehrenpreis an Dr. Hannah Arnold, Ulm. Auf dem parallelen Pflegekongress erhielt Heidi Wagner, Mannheim, den Wolfgang-Knipper-Preis.

Mit dem Alexander-von-Lichtenberg-Preis, der jährlich für ein herausragendes Projekt in der ambulanten Urologie verliehen wird, wurden dieses Jahr Dr. Christina Rathgeber und Dr. Christian Ratz geehrt. Sie haben die vaginale Lasertherapie in ihrer Praxis erfolgreich eingeführt und wissenschaftlich evaluiert.

Mit der Vergabe des Medienpreises Urologie 2021 an den Autor und Filmemacher Marco Giacopuzzi für seine Langzeit-Dokumentation „Max – Leben mit der neuen Niere“, die im “hr fernsehen” ausgestrahlt wurde, hebt die DGU als Vertretung eines transplantierenden Fachgebiets auch die Bedeutung der Organspende hervor.

Vortrags- und Filmpreise

Die besten Vorträge und Filme wurden beim Abschlussplenum des Kongresses am 18.09.2021 prämiert: Dr. Sigrun Holze, Leipzig, erhielt den 1. Vortragspreis zu einem klinischen Thema für den Vortrag “Continence recovery at 3, 6 and 12 months following robotic-assisted vs. laparoscopic surgery: outcome from the first multicentre randomised patient blinded controlled trial in radical prostatectomy (LAP-01)”. Der Vortrag von Carolin Siech, Frankfurt/Main, zu “Weiterbildungs- und Arbeitsbedingungen urologischer Assistenzärzt:innen in Deutschland: Ergebnisse der zweiten GeSRU-Weiterbildungsumfrage von 2020” war den Juroren den zweiten Platz wert. Mit dem Referat über “Harn – und Stuhlkontinenz-bezogene Lebensqualität bei Jugendlichen und Erwachsenen mit kloakaler Ekstrophie” erreichte Dr. Maren Himmler, Mannheim, den dritten Platz. Präsident Prof. Arnulf Stenzl ließ sich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass alle diese Preise von Urologinnen gewonnen wurden.

Die Vortragspreise für experimentelle Arbeiten gingen jedoch an Vertreter des männlichen Geschlechts: Dr. Niklas Klümper, Bonn, gelangte mit “Dissecting the mechanistic role of PBRM1 loss to imflammatory signals within the tumor microenvironment of clear cell renal cell carcinoma” auf den ersten Platz. Dr. Oliver Hahn, Göttingen, erhielt den 2. Vortragspreis für den Vortrag “Therapeutic resistance of prostate cancer cells in vitro to second- and third-generation antiandrogens depends on androgen receptor splicing, is regulated by H3K27me3, and can be affected by modifying the lysine demethylase UTX”. Michael Karl Melzer, Ulm, gelangte auf den dritten Platz mit seinen Ausführungen zur “Differenzierung pluripotenter Stammzellen in reifes Urothel mit stabiler Markerexpression: Etablierung eines neuen In-vitro-Modells”. Der Filmpreis ging an Vinodh Kumar Adithyaa Arthanareeswaran und Prof. Jens-Uwe Stolzenburg aus Leipzig.

Nachwuchsförderung

Beim DGU-Abend am 17.09.2021 wurden zwei Ferdinand-Eisenberger-Stipendien vergeben: an Dr. Lukas Lunger und Dr. Alexander Tamalunas, beide aus München. Die “Besten für die Urologie” heißen dieses Jahr Julius Bastian, Alicia-Maria Beier, Lisa Frey, Paul-Oliver Lampe, Lukas Markert, Navid Rössler, Hannah Rochow, Helena Staehler, Marlene Thöne und Marthe von Danwitz.

(ms)