Zeckenbiss: Studie untersucht Zusammenhang zum α-Gal-Syndrom9. Juli 2025 Foto: andriano_cz – stock.adobe.com Was passiert nach dem Zeckenbiss? Das Luxembourg Institute of Health startet eine landesweite Studie zu Zeckenbissen und der Fleischallergie. Im Fokus steht die Frage, warum manche Menschen eine allergische Sensibilisierung entwickeln und andere nicht. Die Arbeitsgruppe für Molecular & Translational Allergology am Luxembourg Institute of Health (LIH) startet eine neue Forschungsstudie und bittet die Öffentlichkeit um Unterstützung. Die „ImmunoGal“-Studie untersucht Zeckenbisse und deren möglichen Zusammenhang mit der Fleischallergie – einem wenig verstandenen Krankheitsbild namens α-Gal-Syndrom. Das α-Gal-Syndrom ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, die durch den Verzehr von Säugetierfleisch oder verwandten Produkten wie Innereien ausgelöst wird. Anders als bei den meisten Nahrungsmittelallergien treten die Symptome oft erst mehrere Stunden nach dem Verzehr auf. Am häufigsten kommt es zu Hautreaktionen, doch viele Patientinnen und Patienten erleben eine Kombination von Symptomen, die Haut, Magen-Darm-Trakt und/oder die Atemwege betreffen. Jüngste Studien deuten darauf hin, dass Zeckenbisse eine zentrale Rolle bei der Entstehung der Allergie spielen, dennoch gibt es noch viele offene Fragen. „Indem wir die Immunreaktionen von Menschen direkt nach einem Zeckenbiss untersuchen, hoffen wir herauszufinden, warum manche Personen eine allergische Sensibilisierung entwickeln und andere nicht“, erklärt Dr. Christiane Hilger, Projektleiterin und Leiterin der Arbeitsgruppe für Molekulare und Translationale Allergologie am LIH. „Ein besseres Verständnis dieser Mechanismen könnte unsere Möglichkeiten zur Diagnose, Behandlung und sogar Vorbeugung der Fleischallergie und anderer zeckenübertragener Krankheiten deutlich verbessern.“ Personen, die von einer Zecke gebissen wurden, werden gebeten, sich beim LIH zu melden und innerhalb von 48 Stunden nach Entdeckung des Bisses das Luxembourg Research Clinic aufzusuchen – sowie erneut vier 4 bis sechs Wochen später. In der Studie werden die Zeckenarten bestimmt, auf Krankheitserreger untersucht und Blutproben entnommen, um die Immunreaktion über einen längeren Zeitraum hinweg zu analysieren. Eine Teilgruppe wird zu einem dritten Termin drei Monate nach dem Zeckenbiss eingeladen, um eine vollständige Nachuntersuchung in der Allergologieeinheit des CHL durchzuführen. Die ImmunoGal-Studie zielt außerdem darauf ab, breitere Fragen zu beantworten, darunter: Wann und wo werden Menschen von Zecken gebissen? Welche Zeckenarten sind verantwortlich? Wie häufig tragen Zecken Krankheitserreger? Warum reagiert das Immunsystem manchmal mit schweren Allergien Finanzierung und Zusammenarbeit: Die Studie wird in Zusammenarbeit mit dem Centre Hospitalier de Luxembourg durchgeführt. Sie wird vom Luxemburger Nationalen Forschungsfonds (FNR) im Rahmen des Projekts ImmunoGal C24/BM/18907591 gefördert.
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