Zentrum für Infektionsprävention an der TUM eröffnet18. Mai 2026 Einweihung des Zentrums für Infektionsprävention. Das Zentrum für Infektionsprävention (ZIP) steht am Campus Freising-Weihenstephan und ist Teil der TUM School of Life Sciences. Foto: Quelle: © Astrid Eckert/TUM Mit dem Zentrum für Infektionsprävention (ZIP) hat die Technische Universität München (TUM) einen interdisziplinären Forschungsneubau eröffnet. Ziel ist, resistente Erreger auch ohne Antibiotika kontrollieren zu können und ihre Verbreitung zu minimieren. Bund und Freistaat fördern das ZIP mit knapp 60 Millionen Euro. Bereits heute sterben weltweit jährlich etwa 1,3 Millionen Menschen an Infektionen, weil bewährte Therapien versagen. Diese Zahl könnte bis 2050 auf bis zu zehn Millionen ansteigen. „Das ZIP bündelt die Stärken verschiedener Fachdisziplinen und schafft so ein Forschungsumfeld, um gezielt neue Präventionsstrategien zu entwickeln und so schnell wie möglich in die Anwendung zu bringen“, sagt Prof. Dietmar Zehn. Er ist Direktor des ZIP und Professor für Tierphysiologie und Immunologie an der TUM.Das Leitungsteam spiegelt diesen Ansatz wider. Neben Dietmar Zehn ist mit Prof. Percy Knolle (Molekulare Immunologie), Prof. Li Deng (Prävention mikrobieller Infektionskrankheiten), Prof. Bernhard Küster (Proteomik und Bioanalytik) und Prof. Benjamin Schusser (Biotechnologie der Reproduktion) ein breites Spektrum fachlicher Expertise vertreten, das vom Mikrobiom und der Mikrobiologie über Immunologie und Technologie bis hin zur Translation reicht.Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz von Phagen. Viren, die ausschließlich Bakterien infizieren und therapeutisch eingesetzt werden können – insbesondere dann, wenn Antibiotika nicht mehr wirken. Auch im Bereich der personalisierten Medizin sehen die Forschenden Potenzial. So könnte künftig bereits vor einer Therapie festgestellt werden, ob eine bestimmte Person ein besonderes Risiko für eine Infektion mit multiresistenten Keimen in sich trägt. Und somit auch, ob von Beginn an anders behandelt werden sollte. Verbindung von Kompetenzen zum Wohl von Mensch und Tier Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagt: „Bayern gehört zur Weltspitze der Wissenschaft – und die TUM ist dabei ein Flaggschiff. Mit dem neuen Forschungszentrum zum Kampf gegen resistente Keime erweitern wir unseren interdisziplinären Life-Science-Cluster. Auf 2.700 Quadratmetern werden innovative Strategien zur Prävention, Bekämpfung und Eindämmung von Krankheitserregern bei Mensch und Nutztieren entwickelt. Die Forschung daran ist ein wichtiges Zukunftsfeld: Prognosen zufolge könnten bis 2050 mehr Menschen an resistenten Krankheitserregern sterben als an Krebs. Deshalb handeln wir entschlossen. Der Freistaat übernimmt den Löwenanteil der Finanzierung mit 40 Millionen Euro für den Forschungsbau, weitere 20 Millionen Euro kommen vom Bund. Wissen ist Zukunft: Nur durch Technologie und Innovation werden wir unseren Wohlstand sichern und jungen Menschen Inspiration und Perspektive geben. Mit der Hightech Agenda Bayern investieren wir insgesamt sieben Milliarden Euro in Forschung und Wissenschaft – von Bio-Life-Sciences über KI und Luft- und Raumfahrt bis zum Quantencomputing.” Der Komplexität des Lebens gerecht werden „Mit dem ZIP gehen wir einen weiteren Schritt entlang unserer TUM Convergence4Medicine-Strategie. Unter einem Dach verbinden wir unsere herausragenden Kompetenzen in der Medizin mit den Life Sciences, der Bioinformatik und der Künstlichen Intelligenz. Wir verknüpfen Nutztierwohl mit Humangesundheit und unterstützen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaftsbetriebe sowie der öffentlichen Gesundheitsvorsorge“, gab Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM, zu Protokoll. Und Prof. Martin Klingenspor, Dekan der TUM School of Life Sciences, ergänzte: „Das ZIP verkörpert eindrücklich die One-Health-Strategie der TUM School of Life Sciences. Lösungen für globale Herausforderungen entstehen nur in der fächerübergreifenden Zusammenarbeit, denn nur so können sie der Komplexität des Lebens gerecht werden.“ Website des Zentrums für Infektionsprävention: Startseite – Zentrum für Infektionsprävention (ZIP)
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