Weiße Katarakt: Eight-Chop-Technik zeigt sichere und effiziente Phakoemulsifikation18. Mai 2026 Die mechanische Vorfragmentierung des Linsenkerns in acht Segmente, die sogenannte Eight-Chop-Technik, hat sich bei weißer Katarakt in einer aktuellen Studie als sicheres und effizientes Verfahren erwiesen.(Symbolbild)Bild:©flywish-stock.adobe.com Eine aktuelle Arbeit zur Sicherheit und Wirksamkeit der Eight-Chop-Technik bei Augen mit weißer Katarakt hat ergeben, dass die Technik mit einer sicheren und effizienten Phakoemulsifikation verbunden ist. Für die retrospektive, monozentrische Beobachtungsstudie wurden Eingriffe eines einzelnen Chirurgen ausgewertet. Eingeschlossen wurden Augen mit weißer Katarakt, die zwischen Januar 2010 und März 2025 mittels Phakoemulsifikation unter Anwendung der Eight-Chop-Technik operiert wurden. Zudem wurde eine weiße Katarakt als vollständige Linsentrübung ohne roten Fundusreflex definiert. Die intraoperative Einstufung der Kernhärte erfolgte anhand der Emery-Klassifikation. Erfasst wurden intraoperative Parameter (Operationsdauer, Phakoemulsifikationszeit, kumulative dissipierte Energie [CDE], Aspirationszeit und Spülflüssigkeitsvolumen) sowie postoperative Endpunkte (Hornhautendothelzelldichte [CECD], Endothelmorphologie, Augeninnendruck [IOD] und bestkorrigierte Sehschärfe [BCVA]). Die postoperativen Untersuchungen erfolgten präoperativ sowie sieben und 19 Wochen nach dem Eingriff. Die Auswertung erfolgte vergleichend zwischen den Gruppen unterschiedlicher Kernhärte. Darüber hinaus haben die Autoren ihre Ergebnisse im Fachjournal „BMC Ophthalmology“ veröffentlicht. Zunehmende Kernhärte bei weißer Katarakt erhöht OP-Dauer, Phakoemulsifikationszeit und CDC In die Analyse wurden insgesamt 105 Augen einbezogen. Der Autor berichtet, dass Operationsdauer, Phakoemulsifikationszeit und CDE mit zunehmender Kernhärte signifikant anstiegen (alle p < 0,01). Hingegen wiesen Aspirationszeit und Spülflüssigkeitsvolumen keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen auf. Der mittlere Verlust der CECD war sowohl nach sieben als auch nach 19 Wochen gering und unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen. Vorübergehende Veränderungen der Endothelmorphologie wurden beobachtet. Allerdings klangen diese Veränderungen bis zur 19. Woche ab. Der postoperative IOD zeigte insbesondere bei höherer Kernhärte eine signifikante Abnahme. Ferner verbesserte sich die BCVA in allen Gruppen deutlich und initiale Unterschiede zwischen den Gruppen im Verlauf waren nicht mehr nachweisbar. Intraoperative Komplikationen waren selten. So trat eine Ruptur der hinteren Kapsel in zwei von 105 Fällen auf, während kein Fall eines Kernabfalls beobachtet wurde. Technik reduziert die intraokulare Belastung und erleichtert die Handhabung Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Eight-Chop-Technik eine sichere und effiziente Methode der Phakoemulsifikation bei weißer Katarakt darstellt. Die mechanische Vorfragmentierung des Linsenkerns in acht Segmente ermögliche eine Reduktion der intraokularen Belastung. Zusätzlich erleichtere sie die kontrollierte Handhabung auch bei hoher Kernhärte. Insgesamt sei die Technik mit günstigen Endothel- und Sehergebnissen sowie einer akzeptablen Komplikationsrate verbunden. (sas/BIERMANN)
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