Zirkulierende Tumor-DNA mit hoher prognostischer Aussagekraft bei muskelinvasivem Blasenkrebs17. April 2026 Zirkulierende Tumor-DNA stellt sich zunehmend als prognostischer Marker heraus. Grafik: SyahCreation – stock.adobe.com Der perioperative Status zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) ist mit der Patientenprognose bei muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) assoziiert. Dies zeigt eine aktuelle Publikation in „European Urology Focus“. Erstautor Angelos Tasios vom Universitätsspital Bern (Schweiz) und Kollegen wollten wissen, ob die Messung von ctDNA vor und nach radikaler Zystektomie mit einem Rezidivrisiko assoziiert ist. Dazu sammelten sie prospektiv Plasma, Tumorgewebe und Keimbahnproben vor und nach der Operation. Von 70 Patienten lagen vollständige Daten für die prä- und postoperativen Analysen vor. In der Gesamtstudienpopulation wiesen Patienten mit negativem ctDNA-Status im postoperativen Plasma ein signifikant längeres rezidivfreies Überleben auf als Patienten mit positivem ctDNA-Status (p=0,01). Die ctDNA-Positivität sank von 46 Prozent präoperativ auf 23 Prozent postoperativ, und ein positives postoperatives Ergebnis sagte unabhängig ein Rezidivrisiko voraus. Patienten, die vor der Operation ctDNA-positiv waren und nach der Operation ctDNA-negativ wurden, zeigten ein längeres Überleben als Patienten, die weiterhin ctDNA-positiv blieben (medianes Überleben 36 vs. 18 Monate). (ms)
Mehr erfahren zu: "Urologen entrüstet über erweiterte Terminmeldepflicht" Urologen entrüstet über erweiterte Terminmeldepflicht Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) lehnt die Verschärfung der Terminmeldepflicht für Vertragsarztpraxen, die der Deutsche Bundestag am 15.10.2026 beschlossen hat, rundum ab. Der Verband bekräftigt die Entrüstung und Kritik […]
Mehr erfahren zu: "PROMETHEUS will Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs neu aufstellen" PROMETHEUS will Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs neu aufstellen Das EU-finanzierte Projekt PROMETHEUS bringt Krebsexperten, Kliniker und Datenwissenschaftler zusammen, um die Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs grundlegend zu verbessern. Die Forscher nutzen künstliche Intelligenz (KI) und Big Data, um […]
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.