Zirkulierende Tumor-DNA mit hoher prognostischer Aussagekraft bei muskelinvasivem Blasenkrebs

Zirkulierende Tumor-DNA stellt sich zunehmend als prognostischer Marker heraus. Grafik: SyahCreation – stock.adobe.com

Der perioperative Status zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) ist mit der Patientenprognose bei muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) assoziiert. Dies zeigt eine aktuelle Publikation in „European Urology Focus“.

Erstautor Angelos Tasios vom Universitätsspital Bern (Schweiz) und Kollegen wollten wissen, ob die Messung von ctDNA vor und nach radikaler Zystektomie mit einem Rezidivrisiko assoziiert ist. Dazu sammelten sie prospektiv Plasma, Tumorgewebe und Keimbahnproben vor und nach der Operation. Von 70 Patienten lagen vollständige Daten für die prä- und postoperativen Analysen vor.

In der Gesamtstudienpopulation wiesen Patienten mit negativem ctDNA-Status im postoperativen Plasma ein signifikant längeres rezidivfreies Überleben auf als Patienten mit positivem ctDNA-Status (p=0,01). Die ctDNA-Positivität sank von 46 % präoperativ auf 23 % postoperativ, und ein positives postoperatives Ergebnis sagte unabhängig ein Rezidivrisiko voraus. Patienten, die vor der Operation ctDNA-positiv waren und nach der Operation ctDNA-negativ wurden, zeigten ein längeres Überleben als Patienten, die weiterhin ctDNA-positiv blieben (medianes Überleben 36 vs. 18 Monate).

(ms)