Zytokine korrelieren bei Herpes zoster mit Schmerzintensität

Herpes zoster
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Eine prospektive Studie dokumentiert erhöhte proinflammatorische Marker bei Herpes zoster. Ihr Verlauf und ihre Höhe korrelieren mit der Schmerzstärke und könnten künftig zur Einschätzung und Steuerung der Behandlung beitragen.

Entzündungsreaktionen sind Teil der Pathogenese von Herpes zoster (HZ) und der postherpetischen Neuralgie (PHN). Im Rahmen einer Studie untersuchten chinesische Studienärzte nun die Konzentrationen proinflammatorischer Faktoren in verschiedenen Stadien von HZ und PHN. Dafür nahmen sie insgesamt 154 Patienten innerhalb von 72 h nach einem HZ-Ausbruch sowie 30 gesunde Kontrollpersonen in die Studie auf. Alle Patienten wurden bis zu 90 Tage lang nachbeobachtet.

Die Konzentrationen von Interleukin 6 (IL-6), Tumornekrosefaktor alpha (TNF-α) und C-reaktivem Protein (CRP) wurden zu Studienbeginn und nach 90 Tagen gemessen. Weiterhin erfolgte eine Bewertung der Intensität der Schmerzen anhand der visuellen Analogskala (VAS), wobei die Wissenschaftler die PHN-Patienten entweder einer Gruppe mit leichten bis mäßigen Schmerzen oder einer Gruppe mit starken Schmerzen zuteilten.

Die IL-6-, TNF-α- und CRP-Spiegel bei HZ-Patienten waren zu Beginn der Studie signifikant höher als bei gesunden Kontrollpersonen und sanken im Verlauf der 90-tägigen Nachbeobachtungszeit. Zudem wiesen die PHN-Patienten sowohl zu Beginn der Studie als auch nach 90 Tagen höhere IL-6-, TNF-α- oder CRP-Spiegel auf vs. Nicht-PHN-Patienten. Die PHN-Patienten in der Gruppe mit starken Schmerzen wiesen zudem einen deutlich höheren Ausgangswert oder 90-Tage-Wert für IL-6, TNF-α und CRP auf vs. die Gruppe mit leichten bis mäßigen Schmerzen. Die Veränderungen der IL-6-, TNF-α- und CRP-Spiegel zwischen 90 Tagen und dem Ausgangswert waren in der Gruppe mit starken Schmerzen deutlich weniger ausgeprägt im Vergleich zur Gruppe mit leichten bis mäßigen Schmerzen.

Die Werte der proinflammatorischen Zytokine sind bei HZ- und PHN-Patienten höher und stehen bei PHN-Patienten auch in Zusammenhang mit der Schmerzintensität. Wiederholte Messungen dieser proinflammatorischen Zytokine im Serum von HZ-Patienten könnten daher die klinische Behandlung künftig unterstützen und auch einer effizienten entzündungshemmenden Behandlung dienen. (je)